Chef-MedienwĂ€chter: Plattformen sollen fĂŒr Inhalte stĂ€rker haften
04.05.2026 - 16:39:24 | dpa.deDiskutiert werde eine gesetzlich verankerte "Vielfaltsverpflichtung", die sicherstellen solle, dass journalistische Angebote in algorithmisch gesteuerten Feeds besser auffindbar sind, sagte der PrĂ€sident der Bayerischen Landeszentrale fĂŒr neue Medien (BLM) dem "MĂŒnchner Merkur".
Schmiege ist Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM). Die Medienanstalten kontrollieren und fördern in den LÀndern private Radio- und Fernsehanbieter sowie Online-Plattformen.
Plattformen sollen stÀrker in die Verantwortung kommen
Im geplanten Digitalen Medien-Staatsvertrag geht es laut Schmiege unter anderem darum, wie Inhalte mit gesellschaftlichem Mehrwert technisch und rechtlich bevorzugt werden könnten. "Ich bin zuversichtlich, dass es möglich ist, so eine Vielfaltsverpflichtung fĂŒr Plattformen auch nationalstaatlich einzurichten", sagte Schmiege.
Zugleich plĂ€dierte er dafĂŒr, Plattformen stĂ€rker in die Verantwortung zu nehmen. Wer Inhalte kuratiere und damit Geld verdiene, mĂŒsse auch Verantwortung ĂŒbernehmen, wenn dabei Gesetze verletzt wĂŒrden. Es reiche, die bestehende Haftungsprivilegierung abzuschaffen. Technisch sei eine Kontrolle möglich, argumentierte Schmiege und verwies auf Filtersysteme wie das "Content ID"-Verfahren bei YouTube.
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