Sozialstaat, Rentenreform

Sozialstaat 2026: Rentenreform und schÀrfere Grundsicherung

12.02.2026 - 06:23:12

Die Bundesregierung reformiert die soziale Sicherung mit einer grundlegenden Rentenreform und einer verschÀrften Grundsicherung. Höhere Mindestlöhne und Beitragsbemessungsgrenzen treten bereits in Kraft.

Die Bundesregierung leitet einen tiefgreifenden Umbau der sozialen Sicherungssysteme ein. Im Fokus stehen eine grundlegende Rentenreform und eine verschärfte Grundsicherung, die Millionen Bürger direkt betreffen.

Rentenreform: Paradigmenwechsel für die Altersvorsorge

Die geplante Reform soll die gesetzliche Rente entlasten und private sowie betriebliche Vorsorge stärken. Aktuell haben vier von zehn Beschäftigten keine ergänzende Altersvorsorge – eine Lücke, die geschlossen werden soll. Eine Expertenkommission soll bis Mitte des Jahres konkrete Vorschläge für diesen Systemwechsel erarbeiten. Gleichzeitig steigt die Regelaltersgrenze weiter an; für den Jahrgang 1961 liegt sie bei 66 Jahren und sechs Monaten.

Bürgergeld wird zur schärferen Grundsicherung

Ab Mitte 2026 tritt eine neue Grundsicherung an die Stelle des Bürgergeldes. Das Prinzip „Fördern und Fordern“ wird neu justiert, mit einem klaren Fokus auf schnelle Arbeitsvermittlung. Die Sanktionen bei Pflichtverletzungen werden deutlich verschärft: Statt gestaffelter Kürzungen droht bei Ablehnung zumutbarer Arbeit nun eine einheitliche Kürzung des Regelbedarfs um 30 Prozent für drei Monate. Bei anhaltender Verweigerung können die Leistungen bis hin zu den Mietkosten gestrichen werden. Die Regelsätze bleiben jedoch unverändert.

Finanzielle Anpassungen: Mehr Geld, höhere Beiträge

Zum 1. Januar 2026 traten bereits mehrere finanzielle Änderungen in Kraft:
* Der Mindestlohn stieg auf 13,90 Euro pro Stunde.
* Die Beitragsbemessungsgrenzen in den Sozialversicherungen wurden angehoben, was für Besserverdienende höhere Abgaben bedeutet.
* Der steuerliche Grundfreibetrag stieg auf 12.348 Euro.
* Das Kindergeld erhöhte sich moderat auf 259 Euro pro Monat.

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Ein Sozialstaat im fundamentalen Wandel

Die Reformen markieren einen politischen Kurswechsel. Während die Regierung die Stärkung der Eigenverantwortung und die Nachhaltigkeit der Systeme betont, warnen Sozialverbände vor Härten für vulnerable Gruppen. 2026 wird damit zu einem Schicksalsjahr für die Zukunft des deutschen Sozialstaats. Die Bürger müssen sich auf ein neues Geflecht aus Chancen und strengeren Pflichten einstellen.

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