SpaceX, KI-Satelliten

SpaceX plant eine Million KI-Satelliten für globale Datenhoheit

01.02.2026 - 16:52:12

SpaceX beantragt ein orbitales KI-Rechenzentrum mit bis zu einer Million Satelliten. Das Projekt könnte Europas digitale Souveränität stärken und die globale Dateninfrastruktur neu ordnen.

SpaceX will bis zu eine Million Satelliten als orbitale KI-Rechenzentren ins All schicken. Das ambitionierte Vorhaben könnte die globale Datenverarbeitung revolutionieren und Europas Streben nach digitaler Souveränität entscheidend beeinflussen.

Ein aktueller Antrag des Unternehmens bei der US-Telekommunikationsbehörde FCC skizziert die Vision: Ein Netzwerk aus autonomen KI-Clustern in erdnahen Umlaufbahnen soll den explodierenden Bedarf an Rechenleistung für Künstliche Intelligenz decken. Die Satelliten zwischen 500 und 2.000 Kilometern Höhe würden mit Solarenergie betrieben und über Laserverbindungen kommunizieren.

Ein Paradigmenwechsel für Datensouveränität

Das Konzept trifft den Nerv der Zeit. Denn es verspricht eine Lösung für eines der größten Dilemmas der Digitalisierung: die Hoheit über sensible Daten. Informationen, die im Orbit verarbeitet werden, unterliegen nicht unmittelbar der Jurisdiktion einzelner Staaten. Das schafft einen neutralen Boden – besonders verlockend für Europa.

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Die EU kämpft seit Jahren für mehr digitale Unabhängigkeit von US- und chinesischen Tech-Giganten. Projekte wie eine eigene europäische Cloud kommen jedoch nur schleppend voran. SpaceX könnte mit seiner orbitalen Infrastruktur eine schlüsselfertige Alternative bieten. Für Regierungen und kritische Industrien wäre das die Chance, KI-Anwendungen in einer kontrollierten und sicheren Umgebung zu betreiben.

Technische Hürden und Musk’s Masterplan

Die Umsetzung ist eine Herkulesaufgabe. Die Kühlung der Hardware im Vakuum, der Schutz vor Strahlung und die Wartung einer derart riesigen Flotte sind enorme Herausforderungen. Zum Vergleich: Derzeit umkreisen nur etwa 15.000 Satelliten die Erde. Die geplante Konstellation wäre um den Faktor 60 größer.

Kritiker merken an, dass Anträge oft mehr Satelliten umfassen, als letztlich gebaut werden – das sichert Flexibilität. Entscheidend für das Projekt ist die Starship-Rakete. Nur sie kann die benötigte Masse kostengünstig in den Orbit bringen.

Hinter den Plänen könnte eine größere Strategie stehen. Berichte über eine mögliche Fusion von SpaceX mit Musks KI-Firma xAI deuten auf eine vertikale Integration hin. Software und Weltrauminfrastrukturen aus einer Hand würden die Entwicklung massiv beschleunigen. Analysten sehen darin den Versuch, die Führung in der künftigen KI-Ökonomie zu übernehmen.

Das neue Weltraumrennen hat begonnen

SpaceX ist nicht allein. Konkurrenten wie Jeff Bezos‘ Blue Origin oder Tech-Riesen wie Google erforschen ähnliche Konzepte. Der Grund ist simpel: Der Energiehunger moderner KI-Modelle sprengt irdische Kapazitäten. Der Weltraum bietet unbegrenzte Solarenergie und Platz.

Die FCC prüft nun den Antrag. Eine Genehmigung würde ein neues Kapitel im Wettlauf um die Tech-Vorherrschaft aufschlagen. Es geht nicht mehr nur um die Erkundung des Alls, sondern um die Kontrolle über die globale Dateninfrastruktur. Für Deutschland und Europa stellt sich die Frage: Nutzt man diese orbitale Lösung für mehr Souveränität – oder gerät man in eine neue Abhängigkeit? Die Antwort könnte die KI-Landschaft für Jahrzehnte prägen.

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