SPD-Chefin Bas erwartet vor 'Autogipfel' Einigungen in Koalition
07.10.2025 - 16:35:15 | dpa.deBas machte nach einem Treffen in Berlin mit BetriebsrĂ€ten der Autobranche deutlich, es gehe um FlexibilitĂ€t beim Ăbergang in die ElektromobilitĂ€t, um ArbeitsplĂ€tze zu sichern. Dies werde im Koalitionsausschuss am Mittwoch beraten. "Und dann wird es auch zu einer politischen Einigung kommen."
Es sei ein klarer Zukunftspfad notwendig, sagte die Arbeitsministerin. Es sei keine "Zukunftsbotschaft", einfach zu sagen, das Verbrenner-Aus werde rĂŒckgĂ€ngig gemacht und dann werde alles gut. Es gehe um Investitionen fĂŒr den Hochlauf der ElektromobilitĂ€t, insbesondere in Batteriezellen, und darum, Zulieferbetriebe zu stĂŒtzen.
Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) sagte, es sei Klarheit und VerlĂ€sslichkeit notwendig - vor allem, was den Hochlauf der ElektromobilitĂ€t betreffe. Die SPD sei dazu bereit, den Ăbergang im Rahmen der Regularien flexibel zu gestalten. Schneider nahm ebenfalls an dem Treffen teil.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will das in der EU geplante Verbot von neu zugelassenen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor ab 2035 kippen. Es gehe um Technologieoffenheit.
Bas fordert Garantien
Die SPD-Chefin machte deutlich, falls beim "Autogipfel" staatliche Hilfen etwa fĂŒr Investitionen in Batterien beschlossen wĂŒrden, dann habe sie die klare Erwartung an Unternehmen, dass dies an Standort- und Arbeitsplatzgarantien geknĂŒpft werde.
SPD-Fraktionschef Matthias Miersch sagte vor einer Fraktionssitzung, die SPD erwarte von den Automobilherstellern und Zulieferern, dass es ein deutliches Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Deutschland gebe. Um die gut 900.000 ArbeitsplĂ€tze in Deutschland zu sichern, sei man bereit, ĂŒber Rahmenbedingungen zu diskutieren - etwa ĂŒber Investitionen, Ladeinfrastruktur, Rahmenbedingungen und Technologie-Optionen. Die Zukunft aber sei elektrisch. Am Verbot der Neuzulassung von Verbrennern ab 2035 wolle die SPD festhalten.
Unterdessen forderte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) in einem gemeinsamen Brief mit ihrem italienischen Amtskollegen Adolfo Urso die EU-Kommission auf, die EU-Regulierung zum Verbrenner-Aus aufzuweichen, wie der Pro-Newsletter Industrie und Handel des Nachrichtenmagazins "Politico" berichtete. Demnach sollten die sogenannten CO2-Flottenvorschriften mit dem Ziel ĂŒberarbeitet werden, zusĂ€tzliche FlexibilitĂ€t einzufĂŒhren, um unverhĂ€ltnismĂ€Ăige Strafen zu vermeiden. Das Vorgehen Reiches sei nicht mit der SPD abgestimmt worden.
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