SPD-Chefin Bas: Kompromisse nötig
27.03.2026 - 12:22:37 | dpa.deSie wolle in ihrer Partei auch fĂŒr unbequeme Reformen werben, sagte Bas im ARD-"Interview der Woche". Co-Parteichef Lars Klingbeil und sie tĂ€ten alles dafĂŒr, "auch in den eigenen Reihen die Ăberzeugung rĂŒberzubringen, dass es auch notwendig ist, Kompromisse zu machen, dass dieses Land nach vorne kommt".
An die Adresse von CSU-Parteichef Markus Söder, der in einem Interview verschiedene Reformideen abgelehnt hatte, sagte Bas: "Ich höre viel Nein, aber wenig VorschlĂ€ge." Dabei sei es wichtig, "dass wir uns die Karten legen", sagte die Arbeitsministerin. "Wir mĂŒssen jetzt einen Modus finden, wo wir sagen: Wir diskutieren jetzt, was bringt uns voran? Und dann werden wir, wenn man den Willen hat, auch gemeinsam Reformen und Wege finden und BeschlĂŒsse fassen."
Bas begrĂŒĂte, dass Klingbeil gesagt habe, was die SPD unter Reformen verstehe. "Wir hören ja sonst immer die VorschlĂ€ge aus der Union (.) ich finds bedauerlich, dass manche schon wieder sagen: Ohne mich. Ich finde, wir sollten da jetzt erst einmal drĂŒber reden."
"NatĂŒrlich sind das RĂŒckschlĂ€ge"
Klingbeil hatte eine umfassende Reformagenda vorgeschlagen. Der Finanzminister plĂ€diert fĂŒr mehr und lĂ€ngeres Arbeiten, die Koppelung der Rente an Beitragsjahre, mehr Voll- statt Teilzeitarbeit, die Abschaffung des Ehegattensplittings fĂŒr zukĂŒnftige Ehen. Der Idee, die beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnern in der Krankenversicherung abzuschaffen, kann er etwas abgewinnen. BeschĂ€ftigte sollen bei der Einkommensteuer entlastet, hohe Einkommen und Vermögen aber stĂ€rker belastet werden.
Weiteren RĂŒckhalt und Orientierung erhofft sich die SPD-FĂŒhrung nach mehreren Wahlniederlagen von einem Spitzentreffen hochrangiger SPD-Vertreterinnen und -Vertreter von Bund, LĂ€ndern und Kommunen. Persönlich zeigte sich Bas nachdenklich: "Man macht sich immer bewusst: Warum ist man fĂŒr irgendwas in die Verantwortung gegangen, warum hat man ein Amt ĂŒbernommen? Und natĂŒrlich sind das RĂŒckschlĂ€ge, wo man auch persönlich sich hinterfragt: Macht man alles richtig?"
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

