Spero Therapeutics Aktie: Allzeittief bei 0,9480 Euro
Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 19:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Spero Therapeutics hat eine turbulente Woche hinter sich. Nach einem neuen Rekordtief am Freitag setzten spät erste Erholungskäufe ein. Hinter den Kulissen arbeitet das Management an einer kompletten Neuausrichtung. Das Ziel: Die Wende.
Die Aktie markierte am Freitag zunächst ein Allzeittief bei 0,9480 Euro. Bis zum Handelsschluss kletterte der Kurs wieder auf 1,08 Euro. Ein Relative-Stärke-Index (RSI) von 22,9 signalisiert eine massiv überverkaufte Lage. Schnäppchenjäger scheinen dieses Niveau für einen ersten Einstieg genutzt zu haben.
Radikaler Schwenk zur Immunologie
Spero vollzieht den Wandel vom Spezialisten für Infektionskrankheiten hin zum Immunologie-Akteur. Kern dieser Transformation ist ein Lizenzabkommen mit Innovent Biologics für den Antikörper SP001. Das Unternehmen sicherte sich damit die weltweiten Rechte außerhalb Chinas. Der Deal hat ein potenzielles Gesamtvolumen von rund 1,1 Milliarden US-Dollar in Meilensteinzahlungen.
Mit diesem Schritt reagiert das Management auf die schwache Kursentwicklung der vergangenen Monate. Das neue Hauptaugenmerk liegt nun auf der Behandlung chronischer Entzündungskrankheiten.
Finanzierung bis 2029 gesichert
Zusätzlich sicherte sich das Unternehmen frisches Kapital ohne Verwässerung für die Aktionäre. Ein Finanzierungsdeal über 105 Millionen US-Dollar mit Healthcare Royalty stellt die Liquidität sicher. Als Sicherheit dienen künftige Einnahmen aus dem oralen Antibiotikum Utebzi.
Diese Strategie verschafft Spero Luft. Laut Management ist der Betrieb damit bis in die zweite Hälfte des Jahres 2029 finanziert. Das Unternehmen kann sich nun voll auf die klinische Entwicklung konzentrieren.
Im August 2026 veröffentlicht Spero die Ergebnisse für das zweite Quartal. Investoren warten dann auf Berichte zur Vermarktung von Utebzi durch den Partner GSK. Parallel dazu plant das Unternehmen den Start einer Phase-2-Studie für den Wirkstoff SP001. Die jährliche Volatilität von fast 110 Prozent deutet jedoch darauf hin, dass die Aktie vorerst schwankungsanfällig bleibt.
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