WDH/ ROUNDUP: Versandriese Fedex klagt auf RĂŒckerstattung von Trump-Zöllen
24.02.2026 - 15:32:51 | dpa.de(sprachliche PrÀzisierung im vierten Absatz)
WASHINGTON (dpa-AFX) - Der US-Logistikkonzern Fedex US31428X1063 dringt mit einer Klage gegen die Regierung von PrĂ€sident Donald Trump auf eine RĂŒckerstattung bereits gezahlter Zölle. Es geht dabei um die ImportgebĂŒhren, die der Oberste Gerichtshof jĂŒngst als unrechtmĂ€Ăig eingestuft hat. Man verlange die "vollstĂ€ndige RĂŒckzahlung" aller gezahlten Zölle, die auf dem IEEPA genannten Notstandsgesetz fuĂten, heiĂt es in der beim Gericht fĂŒr internationalen Handel in New York eingereichten Klage. Sie richtet sich gegen die Zoll- und Grenzschutzbehörde CBP, die dem US-Heimatschutzministerium untersteht.
Fedex reagierte mit der Klage auf die Entscheidung des obersten US-Gerichts vom vergangenen Freitag. Unter Berufung auf das Notstandsgesetz aus dem Jahr 1977 hatte Trump seit Beginn seiner zweiten Amtszeit am Kongress vorbei Zölle gegen Dutzende Handelspartner verhĂ€ngt. Der Supreme Court erklĂ€rte diese Zölle fĂŒr rechtswidrig. Das Gesetz erlaube es dem US-PrĂ€sidenten nicht, eigenstĂ€ndig Zölle zu verhĂ€ngen, urteilten die Richterinnen und Richter. Ob die Regierung Zolleinnahmen an Importeure zurĂŒckzahlen muss, entschieden sie nicht. Das mĂŒssen nun andere Gerichte klĂ€ren.
Fedex: Haben Schaden erlitten
Beim Vorgehen von Fedex scheine es sich um die erste Klage eines groĂen amerikanischen Unternehmens nach dem Urteil zu handeln, berichten mehrere US-Medien. Der Logistikkonzern argumentiert, er habe einen Schaden erlitten, weil er fĂŒr importierte Waren Zölle zahlte, deren Rechtsgrundlage nunmehr fĂŒr unrechtmĂ€Ăig befunden worden sei.
Nach dem Urteil des Supreme Courts wurde mit einer Welle an RĂŒckforderungen bereits gezahlter Zölle gerechnet. Nach Berechnungen der University of Pennsylvania geht es fĂŒr den US-Staatshaushalt um etwa 175 Milliarden US-Dollar. Das entsprĂ€che etwa 2,5 Prozent des US-Haushalts.
Fedex-Konkurrent DHL wollte die Angelegenheit nicht kommentieren. "Wir verfolgen die rechtlichen Entwicklungen im Zusammenhang mit den Zöllen sehr genau, um sicherzustellen, dass unsere Kunden in der Lage sind, ihre vollen gesetzlichen AnsprĂŒche geltend zu machen", sagte ein Sprecher des Bonner Konzerns. "Als Logistikdienstleister konzentrieren wir uns darauf, Klarheit darĂŒber zu gewinnen, wie dies fĂŒr unsere Kunden umgesetzt wird."
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