ROUNDUP, Sprengvorrichtungen

Sprengvorrichtungen an Umspannwerk gefunden

Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 14:16 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

(Aktualisierung: Sprengvorrichtungen, Titel, LKA, 2.

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TURNOW-PREILACK (dpa-AFX) - An einem Umspannwerk in Turnow-Preilack in Brandenburg unweit des Kraftwerks JĂ€nschwalde sind nach dpa-Informationen Sprengvorrichtungen gefunden worden.

Die Polizei teilte mit, es sei heute gegen 8.00 Uhr eine mögliche SachbeschĂ€digung an einer Leitung festgestellt worden. "Spuren werden gesichert", sagte die Sprecherin. "EntschĂ€rfer sind vor Ort." Es gebe jedoch keine Auswirkungen auf die Bevölkerung. Das Landeskriminalamt Brandenburg habe die Ermittlungen ĂŒbernommen.

Es handelt sich um den Fund sogenannter unkonventioneller Spreng- und Brandvorrichtungen. Weitere Details gab es zunÀchst nicht.

Zuvor berichtete die "MĂ€rkische Allgemeine". EinsatzkrĂ€fte hĂ€tten vor Ort mehrere Vorrichtungen fĂŒr mit Sprengstoff bestĂŒckte Raketen gefunden und diese entschĂ€rft, schrieb die Zeitung unter Berufung aus Sicherheits- und Unternehmenskreisen. Ihr liege ein Foto vor, das es eine solche Vorrichtung unklarer Bauart zeigen soll. Das Umspannwerk solle mehr als einmal getroffen worden sein. Das mutmaßliche Ziel sei offenbar ein großflĂ€chiger Stromausfall am Block E des Kohlekraftwerks gewesen.

In dem Umspannwerk Preilack im Landkreis Spree-Neiße unweit der Landesgrenze zu Sachsen wird der Strom, der im Kraftwerk JĂ€nschwalde erzeugt wird, ĂŒberregional und regional verteilt. Nach Angaben der Leag wurde das Kraftwerk JĂ€nschwalde in den Jahren 1976 bis 1989 als letzter Kraftwerksneubau der DDR errichtet.

Mehrere AnschlĂ€ge im Großraum Berlin

Im Januar hatten mutmaßlich linksextreme TĂ€ter Starkstromleitungen nahe einem Kraftwerk im SĂŒdwesten Berlins angezĂŒndet und kurzgeschlossen. Rund 45.000 Haushalte und mehr als 2.200 GeschĂ€fte und Firmen sowie KrankenhĂ€user und Pflegeheime waren tagelang ohne Strom. Zu dem Brandanschlag bekannten sich die linksextremistischen sogenannten "Vulkangruppen", die als Ziel den Kampf gegen Kapitalismus angaben.

Im MĂ€rz 2024 hatte eine Gruppe Feuer an einen großen Strommast gelegt, der auch fĂŒr die Versorgung der Tesla US88160R1014-Fabrik in GrĂŒnheide bei Berlin nötig war. Die Produktion wurde durch die Sabotage tagelang gestoppt.

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