StaatssekretÀr, Europa

StaatssekretÀr: Europa droht bei KI zum Zuschauer zu werden

Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 07:23 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Bei der Entwicklung von KĂŒnstlicher Intelligenz (KI) hat sich Europa aus Sicht von Digital-StaatssekretĂ€r Thomas Jarzombek zu sehr auf die Regulierung konzentriert.

Europa mĂŒsse aber auch die Potenziale dieser Technologie nutzen, sagte Jarzombek im Westdeutschen Rundfunk (WDR 5).

In der aktuellen Diskussion um die Gefahren der KI sehe man, dass "offensichtlich die USA und China die Spieler sind und alleine, weil wir keine solchen mÀchtigen Modelle in Europa haben, wir jetzt tatsÀchlich eher irgendwas zwischen Moderator und Spielfeld darstellen", erlÀuterte der StaatssekretÀr im Bundesdigitalministerium.

Die EU habe mit der KI-Verordnung, dem AI Act, sehr komplizierte Regelwerke geschaffen, die nicht dazu gefĂŒhrt hĂ€tten, dass KI-Entwickler nach Europa gekommen sind. Zugleich habe es die große Industrie bislang versĂ€umt, ausreichend in europĂ€ische Rechenzentren zu investieren.

Diese Rechenzentren in Europa zu haben, sei wichtig fĂŒr die SouverĂ€nitĂ€t in dieser Frage. "Und da hilft nicht nur die EU-Initiative der Gigafabriken, die ist eben immer, wenn der Staat etwas macht, natĂŒrlich auch kompliziert und auch langsam." Da sei vor allem die Industrie gefragt, jetzt mit AuftrĂ€gen Nachfrage zu schaffen, "damit Telekom, Schwarz und andere wirklich jetzt auch die Rechenzentren bauen, die wir brauchen hier in Deutschland und Europa".

Die Deutsche Telekom DE0005557508 will im großen Stil in den Aufbau und Betrieb von Rechenzentren einsteigen. Zuletzt hatte die fĂŒr ihre Handelsketten Lidl und Kaufland bekannte Schwarz-Gruppe den milliardenschweren Rechenzentrums in der NĂ€he von Rostock angekĂŒndigt.

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