Bund, LĂ€nder

Bund und LÀnder wollen strukturschwache Regionen besser fördern

06.01.2026 - 11:12:27

Strukturschwache Regionen in Deutschland sollen wirksamer gefördert werden.

Dazu haben Bund und LĂ€nder ein zentrales Instrument der Strukturpolitik neu ausgerichtet, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Das Förderprogramm "Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) soll einfacher werden. Zuvor hatte das Nachrichtenmagazin "Politico" darĂŒber berichtet.

Konkret soll der Zugang zur Förderung deutlich vereinfacht werden. Der bislang differenzierte und fĂŒr einzelne Branchen erschwerte Förderzugang werde abgeschafft, so das Ministerium. Zudem wĂŒrden die Anforderungen an neu zu schaffende ArbeitsplĂ€tze fĂŒr kleinere und mittlere Unternehmen bis Ende 2028 deutlich vereinfacht.

In Regionen mit starkem BevölkerungsrĂŒckgang wĂŒrden außerdem AusbildungsplĂ€tze bei der Berechnung der Arbeitsplatzvorgaben kĂŒnftig doppelt angerechnet. Erstmals könnten auch Unternehmen gefördert werden, die keine zusĂ€tzlichen ArbeitsplĂ€tze schaffen - aber ihre ArbeitsproduktivitĂ€t um mindestens zehn Prozent bei mindestens gleichbleibender BeschĂ€ftigung oder gleichbleibender Gesamtbruttolohnsumme steigern. Geplant ist zudem mehr Handlungsspielraum fĂŒr Kommunen, dabei geht es um die Förderung von Grunderwerb bei der Entwicklung von Industrie- und GewerbeflĂ€chen.

"Gemeinsam mit den LĂ€ndern sorgen wir dafĂŒr, dass strukturschwache Regionen bessere Entwicklungschancen erhalten, Kommunen mehr HandlungsspielrĂ€ume gewinnen und Investitionen zielgerichtet dort ankommen, wo sie Wachstum und gute Arbeit schaffen", teilte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) mit.

Die Neuaufstellung gilt laut Ministerium seit dem 1. Januar 2026. Die Finanzierung teilen sich Bund und LĂ€nder jeweils hĂ€lftig. FĂŒr dieses Jahr stehen demnach insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro fĂŒr die GRW zur VerfĂŒgung. Die LĂ€nder sind fĂŒr die Auswahl der Projekte und zustĂ€ndig.

@ dpa.de