Berichte, Gaza

Berichte: Tausende in der Nacht aus der Stadt Gaza geflohen

15.09.2025 - 10:31:38

Tausende PalĂ€stinenser sind Berichten zufolge seit der Nacht aus der Stadt Gaza geflĂŒchtet.

Die Zeitung "Times of Israel" meldete unter Berufung auf ArmeeschĂ€tzungen, rund 20.000 Menschen hĂ€tten die Stadt in der Nacht verlassen. Auch palĂ€stinensischen Berichten zufolge flohen Tausende aus verschiedenen Vierteln der Stadt Richtung SĂŒden. Zugleich weigern sich demnach etliche Menschen, aus der Stadt wegzugehen.

Israel hatte im August angekĂŒndigt, die Armee werde die gesamte Stadt einnehmen, um die dort vermuteten Einheiten der Hamas zu zerschlagen. Das israelische MilitĂ€r rief deshalb kĂŒrzlich alle Bewohner der Stadt Gaza auf, in sogenannte humanitĂ€re Zonen weiter sĂŒdlich zu flĂŒchten.

Die Armee sagte auf Anfrage, inzwischen hĂ€tten mehr als 300.000 PalĂ€stinenser die Stadt verlassen. Zuvor hatte sich dort rund eine Million Menschen aufgehalten. Das von der Hamas kontrollierte MedienbĂŒro im Gazastreifen schĂ€tzte die Zahl der bislang Geflohenen auf 350.000.

Kreise: 16 Tote bei israelischen Angriffen in der Stadt Gaza

Augenzeugen berichteten der Deutschen Presse-Agentur zugleich von besonders heftigen Angriffen Israels in der Stadt Gaza in der Nacht. Die israelische Armee habe dort viele GebĂ€ude getroffen. Aus medizinischen Kreisen im Gazastreifen hieß es, seit Mitternacht seien bei Angriffen 16 Menschen in der Stadt getötet worden.

Israels Armee hat bereits Dutzende HochhÀuser in der Stadt Gaza zerstört. Sie wirft der Terrororganisation Hamas vor, dort etwa Beobachtungsposten eingerichtet und SprengsÀtze platziert zu haben.

Israelische Medien berichteten derweil unter Berufung auf palĂ€stinensische Kreise, die Hamas habe aus Israel entfĂŒhrte Geiseln aus Tunneln geholt und in HĂ€user und Zelte gebracht, um die israelische Armee an EinsĂ€tzen in bestimmten Gebieten zu hindern. Die Mutter eines verschleppten Mannes sagte Medien zufolge, ihr Sohn werde in der Stadt Gaza ĂŒber der Erde festgehalten und als menschlicher Schutzschild missbraucht.

Die Angaben beider Seiten ließen sich zunĂ€chst nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen.

@ dpa.de