Telekom, Vodafone und O2 starten Notruf der Zukunft
27.01.2026 - 00:02:12Deutsche Mobilfunknetze sind jetzt für den neuen Notruf NG eCall bereit. Die Telekom, Vodafone und O2 Telefónica haben die technologische Grundlage in ihren 4G- und 5G-Netzen aktiviert. Dieser Schritt markiert das Ende der veralteten 2G-Technik und soll die Rettungskette bei Autounfällen deutlich beschleunigen.
Warum der Wechsel überfällig war
Seit 2018 ist das automatische Notrufsystem eCall in allen neuen EU-Fahrzeugen Pflicht. Bei einem schweren Unfall wählt es automatisch die 112 und sendet einen minimalen Datensatz mit dem Unfallort. Bislang lief diese Kommunikation über das rund 40 Jahre alte 2G-Netz – mit langsamen Verbindungen und begrenzten Datenmöglichkeiten.
Der neue NG eCall nutzt nun die moderne 4G- und 5G-Infrastruktur. Die Folge: Eine fast sofortige Sprachverbindung zu den Insassen und eine deutlich schnellere Datenübermittlung an die Leitstellen. Laut EU-Verordnung ist NG eCall seit Januar 2026 für alle neuen Fahrzeugmodelle vorgeschrieben. Ab 2027 muss die Technologie in allen Neuwagen verbaut sein.
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So funktioniert der sichere Umstieg
Die Netzbetreiber setzen auf einen Parallelbetrieb, um keine Notrufe zu gefährden. Die Umstellung läuft für Autofahrer nahtlos ab:
* Neue Fahrzeuge mit NG eCall nutzen automatisch die schnellere Technologie, sobald sie in Reichweite einer modernisierten Leitstelle sind.
* Ältere Fahrzeuge mit dem alten eCall-System kommunizieren weiterhin über das stabile 2G-Netz.
Diese Strategie ist essenziell, denn die Abschaltung der 2G-Netze steht bevor. Die Telekom plant sie für Juni 2028, Vodafone verfolgt einen ähnlichen Zeitplan.
Mehr als nur schneller: Das Potenzial der neuen Technik
NG eCall bietet nicht nur Geschwindigkeit. Das alte System war auf ein winziges Datenpaket von 140 Byte beschränkt. Die neue IP-basierte Architektur hebt diese Grenze auf und eröffnet völlige neue Möglichkeiten für die Rettungskräfte.
In Zukunft könnten so Live-Bilder von Unfallfahrzeugen oder – mit Einverständnis der Insassen – medizinische Daten von Wearables an die Leitstelle gesendet werden. Das würde den Einsatzkräften ein genaues Bild der Lage liefern, noch bevor sie vor Ort sind.
Und was ist mit dem Smartphone-Notruf?
Für Smartphone-Nutzer ändert sich mit dem NG eCall-Start erstmal nichts. Hier kommt in Deutschland bereits die präzise Technologie Advanced Mobile Location (AML) zum Einsatz. Sie ist in Android- und iOS-Geräte integriert und sendet bei einem 112-Anruf automatisch den genauen Standort an die Leitstelle.
Doch die jetzt geschaffene Netz-Infrastruktur für NG eCall ist ein Fundament für die Zukunft aller Notrufe. Langfristig könnte sich ein einheitliches System entwickeln, das Notrufe von Auto, Smartphone oder anderen Geräten gleichermaßen schnell und datenreich übermittelt. Der Startschuss für den neuen Autonotruf ist damit ein wichtiger Impuls für die digitale Transformation des gesamten Rettungswesens.
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