Telesat Aktie: Verlust, doch Kurs springt
17.03.2026 - 17:05:49 | boerse-global.deMassive Verluste auf dem Papier, der Aktienkurs aber mit einem krĂ€ftigen Satz nach oben â das klingt nach einem Widerspruch, ist bei Telesat aber genau das, was Anleger heute sehen. Das kanadische Satelliteunternehmen hat seine Zahlen fĂŒr das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vorgelegt. Das Ergebnis je Aktie verfehlte die Erwartungen deutlich, der Jahresumsatz sank um 27 Prozent auf rund 418 Millionen Kanadische Dollar. Dennoch legte die Aktie vorbörslich um ĂŒber 16 Prozent zu.
Was steckt dahinter? Der Blick der Investoren gilt offenbar weniger der schrumpfenden GEO-Sparte als dem Zukunftsprojekt Lightspeed â einem LEO-Satellitennetzwerk, auf das das Unternehmen seine gesamte Wachstumsstrategie ausgerichtet hat.
GEO-Sparte unter Druck, LEO im Aufbau
Das klassische SatellitengeschĂ€ft lĂ€uft seit Jahren schlechter. GroĂe Kunden wie DISH und Bell haben ihre VertrĂ€ge reduziert oder auslaufen lassen, was 2025 zu deutlichen UmsatzrĂŒckgĂ€ngen im Broadcast- und Enterprise-Segment gefĂŒhrt hat. Der Nettoverlust fĂŒr das Gesamtjahr stieg auf 530 Millionen Kanadische Dollar, nach 302 Millionen im Vorjahr. Ein wesentlicher Treiber waren nicht-zahlungswirksame Wertminderungen auf den GeschĂ€ftswert der GEO-Sparte.
Auf der anderen Seite ĂŒbertraf das bereinigte EBITDA mit 213 Millionen Kanadische Dollar die eigene Jahresprognose klar â trotz 33 Millionen an Sonderkosten fĂŒr die Restrukturierung. Das signalisiert: Im laufenden GeschĂ€ft wird die Kostenbasis straff gehalten.
FĂŒr 2026 erwartet das Unternehmen beim GEO-GeschĂ€ft einen weiteren UmsatzrĂŒckgang auf 300 bis 320 Millionen Kanadische Dollar. Gleichzeitig plant es, zwischen 1,0 und 1,2 Milliarden Kanadische Dollar in den Lightspeed-Aufbau zu stecken.
MilitÀr als neues Zugpferd
Den eigentlichen KurszĂŒnder lieferte wohl eine separate AnkĂŒndigung: Telesat gibt bekannt, 25 Prozent der KapazitĂ€t der ersten 156 Lightspeed-Satelliten fĂŒr militĂ€risches Ka-Band-Spektrum zu reservieren. Die Mehrkosten belaufen sich auf rund 25 Millionen Kanadische Dollar â weniger als 0,5 Prozent der Gesamtprogrammkosten. Der strategische Wert könnte jedoch erheblich gröĂer sein.
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Das Unternehmen hat bereits einen Vertrag im Rahmen des US-amerikanischen SHIELD-Programms erhalten, das mit dem Golden-Dome-Projekt verknĂŒpft ist. Mit dem sĂŒdkoreanischen RĂŒstungskonzern Hanwha Systems wurde im Januar 2026 ein Kooperationsabkommen unterzeichnet. Zudem wurde Telesat gemeinsam mit MDA vom kanadischen Verteidigungsministerium fĂŒr das sogenannte ESCP-P-Projekt ausgewĂ€hlt â ein Kommunikationssystem fĂŒr den arktischen Raum, der unter kanadischer SouverĂ€nitĂ€t steht.
Der erste Satellitenstart ist weiterhin fĂŒr Ende 2026 geplant. Die vollstĂ€ndige kommerzielle Inbetriebnahme des Netzwerks hat sich um rund drei Monate auf Ende des ersten Quartals 2028 verschoben â verursacht durch Verzögerungen bei der Chip-Entwicklung durch den MDA-Zulieferer SatixFy.
Parallel dazu steht eine handfeste Herausforderung: Telesat Canada muss bis Dezember 2026 Schulden in Höhe von 1,7 Milliarden US-Dollar refinanzieren. GesprĂ€che mit den gröĂten GlĂ€ubigern laufen, ein Ergebnis steht noch aus. Das bleibt das zentrale Risiko fĂŒr den weiteren Kursverlauf.
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