Terawulf Aktie: Abernathy-Verkauf finanziert Wachstum
Veröffentlicht am: 06.07.2026 um 23:45 Uhr | Redaktion boerse-global.deEin 20-Jahres-Vertrag mit einem der gröĂten KI-Konzerne der Welt lĂ€sst Terawulf-AktionĂ€re am Montag jubeln. Gleichzeitig trennt sich das Unternehmen von einem Teil seines Portfolios â und genau dieser Schritt zeigt, wohin die Reise wirklich geht.
Terawulf hat mit Anthropic einen langfristigen Mietvertrag fĂŒr einen KI-Infrastruktur-Campus im kentuckischen Hawesville abgeschlossen. Ăber die gesamte Laufzeit soll das GeschĂ€ft rund 19 Milliarden Dollar an Umsatz einbringen. Die Anlage soll in Phasen wachsen: Erste KapazitĂ€ten gehen in der zweiten JahreshĂ€lfte 2027 ans Netz, bis Anfang 2028 soll der Standort auf 401 Megawatt kritische IT-Last ausgebaut sein. Die Aktie legte am Montag zeitweise um mehr als 17 Prozent zu und liegt seit Jahresbeginn ĂŒber 117 Prozent im Plus.
Verkauf statt Beteiligung
Parallel zum Anthropic-Deal verkauft Terawulf seinen 50,1-prozentigen Anteil an der Abernathy-Gemeinschaftsfirma in Texas an eine Investorengruppe rund um Partner Fluidstack. Die 2025 gegrĂŒndete Joint Venture sollte dort einen Campus mit 168 Megawatt KapazitĂ€t aufbauen. Mit dem Verkauf realisiert Terawulf einen Aufschlag auf sein eingesetztes Kapital von rund 450 Millionen Dollar.
Das freigesetzte Geld soll in Projekte flieĂen, an denen Terawulf kĂŒnftig zu 100 Prozent beteiligt ist. Die Logik dahinter: Statt Minderheitsanteile an Gemeinschaftsprojekten zu halten, will das Unternehmen Standorte selbst besitzen, betreiben und direkt mit Kunden verhandeln. Genau diese Struktur soll kĂŒnftig planbarere und höhere ErtrĂ€ge sichern als geteilte Beteiligungsmodelle.
Der Zeitpunkt der AnkĂŒndigung fĂ€llt nicht zufĂ€llig zusammen mit einem bereits im Februar formulierten Ziel des Managements, bis Ende des zweiten Quartals 2026 einen GroĂkunden fĂŒr den Justified-Data-Campus zu gewinnen. Mit Anthropic als Ankermieter und einem durch die Investment-Grade-BonitĂ€t des Partners abgesicherten Vertrag hat Terawulf dieses Versprechen offenbar eingelöst â und sich gleichzeitig durch den Abernathy-Verkauf finanziellen Spielraum fĂŒr die nĂ€chste Ausbaustufe verschafft.
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