Tesla Aktie: Steuertricks enthĂŒllt
20.04.2026 - 16:19:53 | boerse-global.deWĂ€hrend Elon Musk öffentlich betonte, Steuerumgehungsstrategien zu verschmĂ€hen, zeigt eine Reuters-Recherche ein anderes Bild. Teslas Tochtergesellschaften in den Niederlanden und Singapur verbuchten in den vergangenen Jahren rund 18 Milliarden Dollar an Gewinnen â ohne dort besteuert zu werden. GeschĂ€tzte Einsparungen auf US-Steuern: mehr als 400 Millionen Dollar.
Das Grundprinzip dahinter ist klassisches Profit-Shifting. Tesla hat offenbar frĂŒh Teile seines geistigen Eigentums ins Ausland verlagert, sodass Gewinne, die eigentlich in den USA steuerpflichtig gewesen wĂ€ren, in steuerfreundlicheren Jurisdiktionen anfallen konnten. FĂŒr alle auĂer einem der vergangenen 20 Jahre meldete Tesla in den USA eine Bundessteuerschuld von null Dollar â bei einem US-Umsatz von insgesamt 264 Milliarden Dollar in diesem Zeitraum.
Dabei stehen die Praktiken laut befragten Steuerexperten zwar auf legalem Boden, widersprechen aber dem Geist des internationalen Steuersystems. Interessant: Im jĂŒngsten Jahresbericht fĂŒr 2025 entfielen plötzlich mehr als 90 Prozent der globalen Gewinne auf die USA â in den fĂŒnf Vorjahren waren es nur 27 Prozent. Ob Tesla die Offshore-Konstruktion leise aufgelöst hat, bleibt offen.
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Energiesparte als Puffer, Robotaxi als Wachstumswette
Kurz vor den Quartalszahlen am Mittwoch rĂŒcken aber auch operative Themen in den Vordergrund. Das EnergiespeichergeschĂ€ft soll im ersten Quartal 2026 um rund 25 Prozent zulegen â schneller als die Fahrzeugsparte mit plus 12 Prozent. Analysten sehen das Segment mittelfristig auf dem Weg zu einem Jahresumsatz von 18,3 Milliarden Dollar im Jahr 2026, bei Margen von knapp 29 Prozent. Das federt den wachsenden Druck auf die Fahrzeugmargen ab, reicht aber noch nicht aus, um den kombinierten Gegenwind aus sinkenden Regulierungsgutschriften und schrumpfenden Automargen vollstĂ€ndig aufzufangen.
Parallel dazu rollte Tesla am 18. April seinen Robotaxi-Dienst auf Dallas und Houston aus â zunĂ€chst auf begrenzten Gebieten, ohne Sicherheitsfahrer im Fahrzeug. Der Service in Houston deckt rund 20 Quadratmeilen im Nordwesten der Metropolregion ab. Angaben zu FlottengröĂen oder Preisen machte Tesla nicht. Jefferies zweifelt dennoch daran, dass Teslas Ziel, bis Jahresende 25 bis 50 Prozent des US-Markts mit Robotaxis zu erschlieĂen, erreichbar ist â und modelliert entsprechend keine Robotaxi-UmsĂ€tze vor 2027.
Analysten uneins, Aktie unter Druck
Die Auslieferungszahlen fĂŒr das erste Quartal 2026 enttĂ€uschten bereits zum zweiten Mal in Folge: 358.023 Fahrzeuge statt der erwarteten rund 370.000. Die Aktie verlor seitdem rund 8,9 Prozent auf Monatssicht, seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf etwa 11 Prozent.
Wedbush-Analyst Dan Ives hÀlt dennoch an seinem Kursziel von 600 Dollar fest und sieht Tesla auf dem Weg zu einem KI-Konzern. Von 30 bei TipRanks erfassten Analysten empfehlen dagegen nur 13 den Kauf, wÀhrend 6 zum Verkauf raten. Das geplante Investitionsvolumen von 20 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur, Robotaxis und Optimus-Roboter wird dabei zum zweischneidigen Schwert: Es signalisiert Ambitionen, treibt aber gleichzeitig den freien Cashflow klar ins Negative.
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