Tesla Aktie: Viel Druck, wenig Spielraum
24.03.2026 - 00:06:57 | boerse-global.deTesla steht dieser Woche vor einem ungewöhnlichen Spannungsfeld: Während der europäische FSD-Zulassungsprozess voranschreitet, warnt die Investmentbank Barclays vor den enormen Kapitalkosten des geplanten Terafab-Chipwerks. Gleichzeitig droht ein schwaches erstes Quartal die Geduld der Anleger weiter zu strapazieren.
FSD-Zulassung in Europa: Fortschritt mit Verzögerung
Tesla hat die abschließende Testphase für Full Self-Driving (Supervised) bei der niederländischen Zulassungsbehörde RDW offiziell abgeschlossen. Alle erforderlichen Dokumente für die UN-R-171-Zertifizierung wurden eingereicht. Der erwartete Genehmigungstermin hat sich allerdings erneut verschoben — von ursprünglich 20. März auf nun 10. April.
Die Datenbasis ist beachtlich: 1,6 Millionen Kilometer auf europäischen Straßen, über 4.500 Testszenarien auf Prüfgeländen und mehr als 13.000 öffentliche Mitfahrten im Rahmen eines Pilotprogramms. Eine niederländische Zulassung würde jedoch nicht automatisch für andere EU-Länder gelten. Tesla geht davon aus, dass nach der RDW-Entscheidung eine EU-weite Anerkennung folgen könnte — frühestens im Sommer 2026.
Der Druck, FSD in Europa zu etablieren, ist erheblich: Die Zulassungszahlen brachen 2025 um 27,8 Prozent ein, und der Rückgang hält 2026 an. FSD-Abonnements könnten einen neuen Umsatzstrom erschließen, der dringend gebraucht wird.
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Terafab: Barclays rechnet nach
Weniger ermutigend ist die Einschätzung von Barclays-Analyst Dan Levy zum geplanten Terafab-Chipwerk. Levy warnt, dass die Investitionskosten "wahrscheinlich weit mehr als eine Größenordnung" über den bislang kommunizierten Zahlen liegen dürften — und das, obwohl Barclays im eigenen Bullen-Szenario bereits von 50 Milliarden US-Dollar ausgeht. Allein die Fabrik selbst soll 20 bis 25 Milliarden Dollar kosten, zusätzlich zu Teslas bestehender Investitionsplanung von über 20 Milliarden Dollar für 2026. Teslas CFO hatte im Januar eingeräumt, dass die vollen Terafab-Kosten in dieser Zahl noch nicht enthalten sind.
Barclays prognostiziert für 2026 einen negativen Free Cashflow von rund drei Milliarden Dollar — noch ohne Terafab-Ausgaben. Die Bank hält ihr Kursziel bei 360 Dollar und bewertet die Aktie mit "Equalweight". Ob Tesla für das Projekt externe Kapitalmaßnahmen benötigt — erstmals seit Dezember 2020 — gilt als offene Frage. Barclays erwartet, dass Tesla, SpaceX und xAI gemeinsam die Finanzierung stemmen.
Schwache Lieferzahlen als zusätzliche Belastung
UBS-Analyst Joseph Spak hat seine Lieferschätzung für das erste Quartal 2026 auf rund 345.000 Fahrzeuge gesenkt — ein Rückgang von etwa 18 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Als Grund nennt UBS nachlassende Nachfrage in den USA und China. Prognosemärkte sehen aktuell eine 63-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass Tesla unter 350.000 Auslieferungen bleibt.
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Hinzu kommt ein belastendes Marktumfeld: Steigende Ölpreise und ein erhöhtes Renditeniveau bei US-Staatsanleihen setzen Wachstumswerte unter Druck. Tesla notiert seit Jahresbeginn rund zwölf Prozent im Minus, hat sich aber zuletzt leicht erholt.
Zwei Termine im April entscheiden mit
Am 10. April fällt die RDW-Entscheidung über die FSD-Zulassung in den Niederlanden. Am 28. April folgen die Quartalszahlen für Q1 2026. Tesla schloss das Geschäftsjahr 2025 mit 44 Milliarden Dollar Kassenbestand ab, bei einem Umsatzrückgang von drei Prozent auf 94,8 Milliarden Dollar. Verfehlt Tesla die ohnehin bereits gesenkten Lieferschätzungen, dürfte der Druck auf das Unternehmen weiter steigen — zumal die Terafab-Kosten noch nicht vollständig beziffert sind.
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