Teva, Aktie

Teva Aktie: UZEDY treibt Prognose

Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 13:56 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Teva hebt Jahresprognose dank RekordumsÀtzen des Schizophrenie-Mittels UZEDY an. Das PrÀparat wÀchst rasant.

Teva Aktie: Schizophrenie-Medikament UZEDY treibt Prognose an
Moderne Laboreinrichtung mit Fokus auf medizinische Innovation und Wachstum im Gesundheitssektor Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Ein Medikament gegen Schizophrenie sorgt bei Teva fĂŒr ungewohnt krĂ€ftigen RĂŒckenwind. Die Erlöse mit dem InjektionsprĂ€parat UZEDY kletterten im zweiten Quartal 2026 auf ein Rekordniveau — und der Konzern reagiert prompt mit einer angehobenen Jahresprognose.

Rekordumsatz und höhere Zielspanne

UZEDY erzielte in den USA im zweiten Quartal 77 Millionen Dollar Nettoumsatz, ein Plus von 43 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahreszeitraum. Teva reagierte darauf mit einer angehobenen Umsatzprognose fĂŒr das laufende Jahr: Statt bisher 250 bis 280 Millionen Dollar erwartet der Konzern nun 270 bis 290 Millionen Dollar.

Das Wachstum stĂŒtzt sich auf breitere Basis, nicht nur auf einzelne Großverschreiber. Die Verschreibungen, normalisiert auf Therapiemonate, stiegen um 63 Prozent. Pro Monat kommen mehr als 800 neue verschreibende Ärzte hinzu, wĂ€hrend zugleich das Volumen je Arzt zunimmt. Nach Daten des Analysehauses IQVIA bleibt UZEDY damit das am schnellsten wachsende Langzeit-Injektionsmittel gegen Schizophrenie in den USA.

Hinter dem PrĂ€parat steht eine Lizenzpartnerschaft mit dem französischen Biopharma-Unternehmen Medincell, das die zugrunde liegende BEPO-Technologie entwickelt hat. Medincell erhĂ€lt LizenzgebĂŒhren im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich der UZEDY-NettoumsĂ€tze und kann zusĂ€tzlich bis zu 105 Millionen Dollar an Meilensteinzahlungen erhalten, sofern bestimmte jĂ€hrliche Umsatzschwellen erreicht werden.

Olanzapin als nÀchster Wachstumstreiber

Neben UZEDY arbeitet Teva an einem zweiten PrĂ€parat aus derselben Technologieplattform: einem einmal monatlich verabreichten Olanzapin-Depot gegen Schizophrenie. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat den Zulassungsantrag angenommen, eine Entscheidung wird fĂŒr das vierte Quartal 2026 erwartet. Teva bereitet sich bereits auf die MarkteinfĂŒhrung vor, vorbehaltlich der behördlichen Freigabe. In Europa wurde der Zulassungsantrag im zweiten Quartal 2026 von der EMA angenommen.

Mit zwei Depot-PrĂ€paraten in der Pipeline positioniert sich Teva breiter im Markt fĂŒr Langzeit-Injektionstherapien bei psychiatrischen Erkrankungen. Ob die FDA-Entscheidung zum Olanzapin-PrĂ€parat im vierten Quartal wie geplant fĂ€llt, dĂŒrfte fĂŒr die weitere Wachstumsdynamik in diesem Segment entscheidend sein.

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