Thyssenkrupp-Stahl: Anpassungen 'möglichst sozialvertrÀglich': umsetzen
11.06.2024 - 10:42:39 | dpa.de"Unser Ziel ist es, die geplanten Anpassungen möglichst sozialvertrĂ€glich umzusetzen und betriebsbedingte KĂŒndigungen zu vermeiden", sagte er am Montagabend bei einer Veranstaltung der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung in DĂŒsseldorf. "Das war bei Thyssenkrupp immer so, und das soll auch so bleiben."
Thyssenkrupp Steel hatte im April einen deutlichen KapazitĂ€tsabbau in Duisburg angekĂŒndigt, der auch zu einem weiteren Stellenabbau fĂŒhren wird. Einzelheiten sind noch nicht bekannt. Die IG Metall will eine Restrukturierung unter anderem nur dann mittragen, wenn betriebsbedingte KĂŒndigungen ausgeschlossen und Standortgarantien ĂŒber 2026 hinaus abgegeben werden.
Umbauplan Stahl soll "so schnell wie möglich" kommen
Wann der Vorstand den genauen Plan vorlegen wird, ist offen. Laut López soll dies "so schnell wie möglich" erfolgen. "SelbstverstÀndlich wird der Businessplan - wenn er dann steht - und alles Weitere mit dem Betriebsrat und dem Aufsichtsrat von Steel Europe eingehend beraten", sagte der Vorstandschef des Industriekonzerns.
Wie lange die Diskussion ĂŒber die PlĂ€ne dann dauern könnte, ist unklar. "Wir mĂŒssen da erst mal in die Diskussion kommen, sobald der Vorstand uns den Plan vorgelegt hat und dann sehen, wo sind die Themen, die intensiver noch bearbeitet werden mĂŒssen", sagte LĂłpez.
Thyssenkrupp-CEO: EPCG-Einstieg ein "Meilenstein"
Der Manager warb erneut fĂŒr die Energiepartnerschaft mit dem Unternehmen EPCG des tschechischen MilliardĂ€rs Daniel K?etĂnskĂœ. "Der Kohleausstieg in Deutschland ist besiegelt und grĂŒne Energie haben wir hier nicht. Zumindest nicht in ausreichender Menge. DafĂŒr brauchen wir Partner von auĂen", sagte er. Der im April vereinbarte 20-Prozent-Einstieg in die Stahlsparte sei ein "Meilenstein" auf dem Weg hin zur unternehmerischen EigenstĂ€ndigkeit des Stahls.
"Die Kooperation bringt das fĂŒhrende Werkstoff-Know-how von Thyssenkrupp Steel mit der Energieexpertise von EPCG zusammen." Dies werde dem Stahl helfen, die WettbewerbsfĂ€higkeit deutlich zu verbessern. "Gemeinsam wollen wir ein leistungsstarkes, profitables und zukunftsorientiertes Stahlunternehmen schaffen - und zwar in einem 50 zu 50-Joint Venture, der zweiten angestrebten Stufe."
LĂłpez hatte den Chefposten Anfang Juni 2023 von Martina Merz ĂŒbernommen. Thyssenkrupp hat weltweit 100 000 BeschĂ€ftigte, rund 27 000 davon arbeiten in der Stahlsparte.
So schÀtzen die Börsenprofis Ergebnisse Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
