WDH/ Kreml: Lockerung von Sanktionen nicht im Detail besprochen
10.03.2026 - 13:05:04 | dpa.de(Tippfehler behoben)
MOSKAU (dpa-AFX) - US-PrĂ€sident Donald Trump und sein russischer Amtskollege Wladimir Putin haben bei ihrem jĂŒngsten Telefonat dem Kreml zufolge die mögliche Lockerung von Sanktionen gegen Russlands Ălexport nicht nĂ€her besprochen. "Nein, das Thema kam detailliert nicht zur Sprache", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow auf Anfrage russischer Journalisten in Moskau. NatĂŒrlich sei beiden StaatsfĂŒhrern klar, welche Auswirkungen solch ein Schritt fĂŒr die Weltwirtschaft habe. Trump versuche, die Lage auf den globalen EnergiemĂ€rkten vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs zu stabilisieren, sagte Peskow.
Trump hatte am Montag kurz nach dem Telefonat mit Putin erklĂ€rt, die USA setzten "bestimmte ölbezogene Sanktionen aus, um die Preise zu senken". Dies werde er tun, bis sich die Lage beruhigt habe. Eventuell sei es anschlieĂend auch nicht mehr nötig, die Restriktionen wieder in Kraft zu setzen, fĂŒgte er hinzu. Trump sagte nicht, welche LĂ€nder konkret er von den Sanktionen befreien wolle.
Medienberichten zufolge hat Indien bereits die befristete Erlaubnis erhalten, russisches Ăl zu kaufen, nachdem der von Trump begonnene Krieg gegen den Iran den Transport fossiler Rohstoffe durch den Persischen Golf - eine der wichtigsten Handelsrouten - quasi zum Erliegen gebracht hat. Der Ălpreis stieg stark in die Höhe - nach einer ĂuĂerung von Trump, die Hoffnungen auf ein baldiges Kriegsende schĂŒrte, gab er nach.
Die Sanktionen gegen den russischen Ălexport wurden wegen des von Putin befohlenen Angriffskriegs gegen die Ukraine erlassen. Eine Feuerpause in dem Krieg habe Trump nicht gefordert, sagte Peskow. Russland sei zu weiteren Verhandlungen ĂŒber ein Ende des Konflikts bereit und den USA dankbar fĂŒr ihre Vermittlung. Einen konkreten Termin fĂŒr die Fortsetzung der GesprĂ€che gebe es aber nicht, sagte der Putin-Sprecher. Moskau fordert fĂŒr ein Ende des Kriegs von Kiew neben dem Verzicht auf einen Nato-Beitritt auch die Ăberlassung weiterer ukrainischer Gebiete.
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