TK-Studie, Selbstdisziplin

TK-Studie: Selbstdisziplin führt viele in die Erschöpfung

15.03.2026 - 00:00:20 | boerse-global.de

Eine Studie zeigt, dass viele Hochschullehrer unter Dauerstress leiden und durch schädliche Bewältigungsstrategien ihre mentale Fitness untergraben. Experten fordern ein strukturelles Umdenken.

TK-Studie: Selbstdisziplin führt viele in die Erschöpfung - Foto: über boerse-global.de
TK-Studie: Selbstdisziplin führt viele in die Erschöpfung - Foto: über boerse-global.de

Eine neue Studie zeigt, wie Leistungsträger ihre psychische Gesundheit systematisch untergraben. Statt auf Erholung zu setzen, zwingen sie sich zu noch mehr Arbeit – und treiben sich so in die Erschöpfung.

Die PROFESS-Studie der Techniker Krankenkasse und der Ludwig-Maximilians-Universität München liefert alarmierende Zahlen. Unter Professorinnen und Professoren an deutschen Hochschulen fühlen sich knapp zwei Drittel häufig bis immer gestresst. Mehr als 85 Prozent sehen ihre Gesundheit durch den Job gefährdet.

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Wenn Bewältigung zur Falle wird

Besonders kritisch bewerten die Forscher den Umgang der Betroffenen mit dem Stress. Ihre Bewältigungsstrategien dienen oft nicht der Gesundheit, sondern nur der Aufrechterhaltung der Arbeitsfähigkeit. Experten sehen darin eine subtile Form der Selbstsabotage.

„Wer Erschöpfung mit noch härterer Arbeit begegnet, zerstört langfristig seine mentale Fitness“, warnt Studienleiterin Professorin Yvette E. Hofmann. Die massiven Belastungen resultierten primär aus strukturellen Rahmenbedingungen.

Perfektionismus als Saboteur

Dieses Muster beschränkt sich nicht auf die Wissenschaft. In fast allen Berufsfeldern tarnt sich Selbstsabotage als Professionalität: extremer Perfektionismus, ständige Erreichbarkeit, unrealistische Standards.

Ein weiteres Gesicht der Selbstsabotage ist die Prokrastination. Aktuelle Daten der Universität Münster zeigen: Viele schieben Aufgaben nicht aus Faulheit auf, sondern aus Versagensangst. Der Druck, fehlerfrei sein zu müssen, blockiert sie – und erzeugt Scham sowie Selbstzweifel.

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Der lange Weg zur neuen Routine

Wie bricht man diese Muster? Psychologen verweisen auf die komplexe Gewohnheitsbildung. Internationale Untersuchungen legen nahe: Durchschnittlich 66 Tage dauert es, eine schädliche Routine durch eine gesunde zu ersetzen.

Statt auf Willenskraft zu setzen, empfehlen Experten konkrete Wenn-Dann-Pläne. Fällt jemand in Perfektionismus zurück, greift eine vorher festgelegte Alternative. Rückfälle sind dabei keine Niederlagen, sondern wertvolle Daten für die eigene Strategie.

Ein strukturelles Problem

Die TK-Daten fügen sich in ein besorgniserregendes Gesamtbild. Psychische Erkrankungen zählen längst zu den Hauptgründen für Arbeitsausfälle – mit Milliardenschäden für die Wirtschaft.

Dennoch schieben viele Unternehmen die Verantwortung allein den Mitarbeitern zu. Die Studienautorinnen kritisieren diesen Ansatz scharf: „Wenn Organisationen eine Kultur des permanenten Leistungsdrucks fördern, züchten sie Selbstsabotage heran.“

Führungskräfte werden zu entscheidenden Multiplikatoren. Agieren sie selbst am Limit, fehlt der gesamten Organisation das Vorbild für ein gesundes Miteinander. Die Transformation erfordert ein Umdenken auf höchster Ebene.

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