TotalEnergies SE, FR0000120271

TotalEnergies-Aktie: Rückkauf-Offensive, Rekordgewinn – lohnt jetzt der Einstieg?

13.02.2026 - 03:38:00

TotalEnergies überrascht mit starkem Gewinn, satten Aktienrückkäufen und hoher Dividende. Doch wie wirkt sich das auf deutsche Anleger aus – gerade im Vergleich zu DAX-Energie- und Versorgerwerten?

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Bottom Line: Die Aktie von TotalEnergies SE legt nach starken Zahlen und massiven Aktienrückkäufen weiter ein solides Kursverhalten an den Tag – trotz schwächerer Gaspreise. Für deutsche Anleger ist der Titel damit eine der spannendsten Alternativen zu heimischen Energiewerten wie RWE oder E.ON.

Was Sie jetzt wissen müssen: TotalEnergies kombiniert hohe Dividendenrendite, ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm und eine schrittweise Transformation hin zu erneuerbaren Energien. Genau das macht die Aktie für einkommensorientierte und defensive Investoren im deutschsprachigen Raum attraktiv – gerade in einem von Unsicherheit geprägten DAX-Umfeld.

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Analyse: Die HintergrĂĽnde des Kursverlaufs

Die TotalEnergies-Aktie (ISIN FR0000120271) wird an der Euronext Paris in Euro gehandelt und ist auch an deutschen Börsenplätzen wie Xetra, Frankfurt und Stuttgart leicht zugänglich. Zuletzt lag der Kurs nach Daten von Reuters, Bloomberg und finanzen.net im Bereich von rund 62–64 â‚¬ je Aktie (Letzter verfĂĽgbarer Schlusskurs; exakte Realtime-Notierungen bitte im Broker oder Kursportal prĂĽfen).

Der Markt reagiert vor allem auf drei Faktoren:

  • Starke Jahreszahlen mit hohem bereinigten Gewinn trotz niedrigerer Energiepreise im Vergleich zum Energie-Schockjahr 2022.
  • GroĂźes RĂĽckkaufprogramm – der Konzern zieht weiter eigene Aktien vom Markt und erhöht so den Gewinn je Aktie.
  • Stabile bis steigende Dividende, was die Aktie in der aktuellen Zinsphase fĂĽr deutsche Einkommensanleger interessant macht.

Auf Basis der letzten Berichte erzielte TotalEnergies einen bereinigten Nettogewinn im deutlich zweistelligen Milliardenbereich (US-Dollar) und generierte einen massiven Free Cashflow. Ein spürbarer Teil dieses Cashflows fließt in die Tasche der Aktionäre – über Dividenden und Rückkäufe.

Die wichtigsten Kennzahlen lassen sich komprimiert so darstellen (gerundete Größenordnungen, Quelle: Unternehmensberichte, Reuters/Bloomberg):

KennzahlWert / Kommentar
Aktueller Kurs (Paris)ca. 62–64 â‚¬ (Letzter Schlusskurs, ohne Gewähr)
Marktkapitalisierungdeutlich ĂĽber 140 Mrd. â‚¬
Dividendenrenditerund 4–5 % auf Basis der letzten AusschĂĽttung
Aktienrückkäufejährlich zweistellige Milliardenbeträge (USD-Äquivalent)
KGV (forward)häufig im Bereich 7–9, je nach Gewinnschätzung
Netto-Verschuldungmoderat, klar durch Cashflows gedeckt
Börsenplätze in D?A?CHXetra, Frankfurt, Stuttgart, Tradegate u.a.

Warum das für deutsche Anleger wichtig ist: Während viele DAX-Konzerne stark von der weltweiten Konjunktur oder vom Binnenkonsum abhängen, ist TotalEnergies ein globaler Energie- und Rohstoffplayer. Die Cashflows sind eng an Öl?, Gas? und Strompreise gekoppelt – eine ganz andere Risikostruktur als bei klassischen deutschen Industriewerten.

FĂĽr Portfolios in Deutschland, Ă–sterreich und der Schweiz kann TotalEnergies daher zwei Rollen ĂĽbernehmen:

  • Dividendenanker – regelmäßige AusschĂĽttungen in Euro, ohne Währungsrisiko fĂĽr Euro-Anleger.
  • Energie-Hedge – steigt der Ă–lpreis, haben zwar Verbraucher Nachteile, aber Konzerne wie TotalEnergies profitieren – ein natĂĽrlicher Gegenpol zu verbraucherseitigen Belastungen.

Ein wichtiger Punkt für deutsche Investoren ist die Quellensteuer: Frankreich erhebt auf Dividenden eine Quellensteuer, die bei deutscher Depotführung grundsätzlich auf die Abgeltungsteuer anrechenbar ist. Wer die Aktie vor allem als Dividendenwert nutzt, sollte mit Steuerberater oder Broker klären, welche Formulare und Doppelbesteuerungsabkommen konkret greifen.

Die Kursbewegungen der letzten Monate wurden außerdem von politischen Themen beeinflusst: Diskussionen um Übergewinnsteuern, Umweltauflagen und den Umgang mit fossilen Projekten sorgten immer wieder für Volatilität. Dennoch bewerteten viele Analysten den Titel als unterbewertet im Vergleich zu amerikanischen Majors wie Exxon oder Chevron – bei gleichzeitig attraktiver Ausschüttungspolitik.

Für den deutschsprachigen Markt spielt außerdem die Frage eine Rolle, wie sich TotalEnergies im Vergleich zu europäischen Wettbewerbern wie Shell, BP oder Equinor positioniert. Der Konzern verfolgt eine vergleichsweise ausgewogene Strategie: Cashflows aus Öl und Gas werden genutzt, um Schulden zu begrenzen, Aktionäre zu bedienen und gleichzeitig in Strom, LNG und erneuerbare Energien zu investieren. Diese Balance ist ein Kernargument vieler institutioneller Investoren in Europa.

Ein-Jahres-RĂĽckblick: Gewinn oder Verlust?

Um ein GefĂĽhl fĂĽr die Performance zu bekommen, lohnt ein Blick zurĂĽck. Nach Daten von Reuters und finanzen.net notierte die TotalEnergies-Aktie vor etwa einem Jahr grob im Bereich von rund 55 â‚¬. Mit einem aktuellen Niveau von etwa 63 â‚¬ ergibt sich – ohne Dividenden – eine Kurssteigerung von rund:

  • 63 â‚¬ minus 55 â‚¬ = 8 â‚¬ Kursgewinn
  • 8 â‚¬ / 55 â‚¬ ? 14,5 % Kursplus in einem Jahr

Rechnet man die Dividenden von grob 4–5 % hinzu, lag die Gesamtrendite (Total Return) fĂĽr geduldige Anleger näher bei etwa 18–20 %, abhängig von Kaufzeitpunkt und Wiederanlage. Damit hat TotalEnergies viele defensive DAX-Titel ĂĽbertroffen – bei allerdings klarer Abhängigkeit vom Energiepreiszyklus.

Wichtig: Das ist eine Vergangenheitsbetrachtung in Euro, kein Versprechen für die Zukunft. Rohstofftitel können Phasen mit sehr hohen Erträgen, aber auch mehrjährigen Durststrecken durchlaufen, wenn Öl- und Gaspreise längere Zeit niedrig bleiben.

Das sagen die Profis (Kursziele)

Die Analystengemeinde bleibt insgesamt konstruktiv. Auswertungen aktueller Einschätzungen von Häusern wie Goldman Sachs, JPMorgan, Deutsche Bank, UBS und anderen internationalen Banken zeigen mehrheitlich Ratings im Bereich "Kaufen" oder "Übergewichten" mit nur wenigen neutralen Stimmen.

Die aggregierten Kursziele (Konsens) liegen nach Daten von Reuters/Bloomberg spĂĽrbar ĂĽber dem aktuellen Kurs, häufig im Bereich von grob 70 â‚¬ je Aktie und teils darĂĽber. Das impliziert – aus Sicht der Analysten – ein moderates zweistelliges Aufwärtspotenzial, wenn sich die Gewinnschätzungen bestätigen.

Einige Kernaussagen aus den jĂĽngsten Analystenkommentaren lassen sich so zusammenfassen:

  • Attraktive Bewertung: Das aktuelle KGV wirkt im historischen Vergleich und im Vergleich zu US-Peers niedrig, obwohl die Bilanz solide ist.
  • Shareholder-Return im Fokus: Die Kombination aus Dividenden und RĂĽckkäufen bleibt aus Analystensicht ein zentrales Investmentargument.
  • Ăśbergang zur Energiewende: Es wird positiv gewertet, dass TotalEnergies nicht nur in Ă–l und Gas verharrt, sondern Investitionen in Strom, LNG, Renewables und Ladeinfrastruktur sichtbar erhöht.
  • Risiken: Analysten verweisen gleichzeitig auf geopolitische Spannungen, mögliche regulatorische Eingriffe (Steuern, Umwelt), sowie die inhärente Volatilität der Energiepreise.

Für deutsche Anleger bedeutet das: Wer bereits im DAX stark im Industriesektor engagiert ist, kann mit einem international diversifizierten Energiekonzern wie TotalEnergies eine andere Konjunktur- und Preislogik ins Depot holen. Allerdings sollten Risikoprofil und Anlagehorizont klar definiert sein – TotalEnergies ist kein Tagesgeldersatz, sondern ein zyklischer Qualitätswert.

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