Transport, Castor-BehÀltern

Transport von Castor-BehÀltern nach Philippsburg genehmigt

Veröffentlicht am: 13.09.2024 um 18:05 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Der Transport von vier Castor-BehĂ€ltern mit hoch radioaktiven AbfĂ€llen aus Frankreich nach Philippsburg bei Karlsruhe ist vom Bundesamt fĂŒr die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) genehmigt worden.

Der letzte Transport aus Frankreich werde auf der Schiene in maximal vier Transport- und LagerbehĂ€ltern bis einschließlich dem 31. Dezember 2024 stattfinden, teilte das Bundesamt mit.

Wann und auf welchem Weg konkret der Transport stattfinde, werde noch abgestimmt. Die RĂŒcknahme der deutschen AbfĂ€lle ist völkerrechtlich verbindlich vorgegeben.

RĂŒcknahme der deutschen AbfĂ€lle

Die Lagerung der verglasten AbfĂ€lle im Zwischenlager Philippsburg wurde vom BASE bereits im Juli 2023 genehmigt. Auch nach der RĂŒcknahme der vier BehĂ€lter werde am Standort Philippsburg die bereits genehmigte Zahl an BehĂ€ltern fĂŒr hoch radioaktive AbfĂ€lle nicht ausgeschöpft.

Im Zwischenlager Philippsburg könnten unter anderem maximal 152 BehĂ€lter mit hoch radioaktiven AbfĂ€llen gelagert werden. Inklusive der BehĂ€lter mit den verglasten AbfĂ€llen aus La Hague werden dort 46 BehĂ€lter mit hoch radioaktiven AbfĂ€llen weniger stehen als ursprĂŒnglich geplant.

Die letzten Atomkraftwerke in Deutschland waren im April 2023 vom Netz gegangen, als letzter der Meiler Neckarwestheim 2 im Landkreis Heilbronn. Ein Endlager fĂŒr die AbfĂ€lle ist bis heute nicht gefunden.

Brennelemente in Großbritannien und Frankreich

Bis heute befinden sich verglaste radioaktive AbfĂ€lle aus deutschen Atomkraftwerken in Großbritannien und in Frankreich. Bis 2005 wurden Brennelemente aus deutschen Atomkraftwerken (AKW) zur Wiederaufarbeitung dorthin transportiert. 2015 hatten Bund, LĂ€nder und die AKW-Betreiber ein Konzept zur RĂŒckfĂŒhrung beschlossen. Als Standorte wurden neben Philippsburg Biblis in Hessen, Brokdorf in Schleswig-Holstein und Isar in Bayern festgelegt.

Bis 2011 transportierten die AbfalleigentĂŒmer die radioaktiven RĂŒckstĂ€nde aus der Wiederaufarbeitung in das Zwischenlager Gorleben in Niedersachsen. Dort stehen seither 108 BehĂ€lter mit verglasten radioaktiven AbfĂ€llen und damit bereits ein Großteil der AbfĂ€lle, die zurĂŒckgenommen werden mĂŒssen.

In Gorleben befindet sich auch der einzige Standort, der in der Vergangenheit teilweise auf seine Eignung als Endlager fĂŒr hoch radioaktive AbfĂ€lle untersucht worden war. Diese geologischen Untersuchungen waren 2012 beendet worden, der Standort ist nicht mehr Teil der Endlagersuche.

Disclaimer...

de | boerse | 65763583 |