Bayerns, Messen

Bayerns Messen und Spielbanken auf Rekordkurs

29.01.2026 - 12:03:54 | dpa.de

Trotz der großen wirtschaftlichen Unsicherheiten im Land sind Bayerns FlughĂ€fen, Spielbanken, Messen und andere Beteiligungen des Freistaats auf Erfolgs- und teilweise sogar auf Rekordkurs.

Das berichtete FinanzstaatssekretÀr Martin Schöffel (CSU) im Haushaltsausschuss des Landtags. Die Beteiligungen des Freistaats seien, wie alle Unternehmen, von der generellen wirtschaftlichen Unsicherheit und den geopolitischen Krisen mehr oder weniger betroffen - sie seien aber allesamt gut aufgestellt. Bei den Messen und Spielbanken habe man sogar absolute Rekordjahre verzeichnet.

FlughÀfen aus Wachstumskurs

"Die bayerischen FlughĂ€fen sind weiterhin auf Wachstumskurs", berichtete Schöffel. Die Airports erholten sich auch schneller von den Folgen der Corona-Krise als andere deutsche FlughĂ€fen - es gebe allerdings immer noch Unsicherheiten. So bleibe das Verkehrswachstum in Deutschland hinter dem in anderen europĂ€ischen LĂ€ndern deutlich zurĂŒck. Dennoch: Der Flughafen MĂŒnchen verzeichnete laut Schöffel im Jahr 2025 rund 43,4 Millionen bei rund 337.000 Flugbewegungen - nach rund 41,6 Millionen Passagieren im Jahr zuvor. Hauptwachstumstreiber sei wieder der Langstreckenverkehr gewesen.

Der Flughafen NĂŒrnberg liege mit 4,5 Millionen Passagieren im Gesamtjahr 2025 ĂŒber dem Vor-Corona-Niveau. Gleichwohl seien die finanziellen Rahmenbedingungen "durchaus schwierig". Absehbar sei dort noch mit negativen Jahresergebnissen zu rechnen, sagte Schöffel. "Der operative Flughafenbetrieb wird laut Prognosen weiterhin profitabel sein. Das negative Jahresergebnis und die Kapitalbedarfe kommen grĂ¶ĂŸtenteils aus den Kosten fĂŒr Sanierung und Instandhaltung", erklĂ€rte er. Weitere UnterstĂŒtzungsleistungen aus dem staatlichen und dem stĂ€dtischen Haushalt seien in den nĂ€chsten Jahren deshalb nicht ausgeschlossen, aber auch nicht geplant.

Messen mit Rekordergebnissen

Die NĂŒrnberger Messe hatte 2024 ihren 50. Geburtstag gefeiert, und das laut Schöffel mit einem Rekordumsatz von 368 Millionen Euro. In diesem Jahr werde wiederum ein "sehr guter" Umsatz von rund 350 Millionen Euro erwartet.

Die Messe MĂŒnchen blickt bereits auf 60 Jahre GeschĂ€ftsbetrieb zurĂŒck. Sie erwarte nach Hochrechnungen fĂŒr 2025 das erfolgreichste Jahr der Unternehmensgeschichte insgesamt, berichtete Schöffel, und zwar mit einem Rekordumsatz im Konzern von rund 600 Millionen Euro. Und es sei mit einem Rekordergebnis von rund 100 Millionen Euro zu rechnen. "Ein Mega-Messe-Jahr mit acht von zwölf Weltleitmessen am Standort MĂŒnchen", sagte er.

Erfolgreiche Spielbanken

"Die bayerische Staatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung ist ebenfalls auf Erfolgskurs", sagte Schöffel. So hĂ€tten die bayerischen Spielbanken 2024 mehr als 129 Millionen Euro Bruttospielertrag und 2025 mit rund 139 Millionen Euro den höchsten Bruttospielertrag seit ihrem Bestehen erzielt. Rund 723.000 GĂ€ste besuchten demnach 2025 die Spielbanken, das ist ein deutliches Plus von fast 5 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr. Der Staatshaushalt profitiere davon spĂŒrbar: Rund 500 Millionen Euro Lotteriesteuer, GewinnabfĂŒhrung und Spielbankabgabe seien 2025 geflossen. Das Geld werde insbesondere in zusĂ€tzliche Leistungen der Sportförderung, Kulturförderung und Denkmalpflege sowie in sonstige gemeinnĂŒtzige Zwecke investiert, sagte Schöffel. Er versicherte zudem: "Wir wollen uns auf den guten Zahlen nicht ausruhen."

Frauen in FĂŒhrungspositionen

Die Zahl der Frauen unter VorstĂ€nden und GeschĂ€ftsfĂŒhrern der staatlichen Beteiligungen hat zugenommen: Zum Jahreswechsel waren es laut Schöffel 26 Prozent - nach 21,7 Prozent ein Jahr zuvor. Bei den staatlichen Vertretern in AufsichtsrĂ€ten stieg die Frauenquote leicht von 33,1 auf 33,6 Prozent.

Generelle Entwicklung

Der "Beteiligungsbericht 2025", den Schöffel vorstellte, gibt zum Stichtag 31. Dezember 2024 einen Überblick ĂŒber die Beteiligungen des Freistaats. Demnach umfasste das staatliche Portfolio insgesamt 55 Unternehmen in privater Rechtsform, neun Staatsbetriebe sowie drei Anstalten des öffentlichen Rechts. Zu den Beteiligungen gehören viele bekannte Traditionsunternehmen wie die staatlichen Brauereien, das HauptmĂŒnzamt, das HofbrĂ€uhaus und die Seenschifffahrt. In seinem mĂŒndlichen Bericht im Haushaltsausschuss ging Schöffel aber auch schon auf aktuelle Entwicklungen im Jahr 2025 ein.

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