Kauflaune, Intersport

Trotz mauer Kauflaune: Intersport wÀchst im ersten Halbjahr

19.05.2025 - 06:07:10

Trotz der KonsumzurĂŒckhaltung vieler Menschen hat sich die GeschĂ€ftslage bei Intersport etwas gebessert.

Im ersten Halbjahr entwickelte sich der Umsatz dem Deutschlandchef Alexander von Preen zufolge positiv: "Wir sind wieder gewachsen und lagen leicht ĂŒber Vorjahr", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Vor allem der eigene Onlineshop habe ein Plus von 17 Prozent verzeichnet. Das Ziel des HĂ€ndlerverbunds sei, auch in diesem Jahr gegen den Markttrend zu wachsen: "Da sind wir auch gut unterwegs."

Das GeschĂ€ftsjahr bei Intersport Deutschland dauert wie bei vielen anderen Handelsunternehmen von Anfang Oktober bis Ende September. 2023/24 haben die Intersport-HĂ€ndler unter anderem wegen der getrĂŒbten Konsumstimmung einen Umsatz von 3,46 Milliarden Euro gemacht - er lag damit ein Prozent unter dem Rekordwert des Vorjahres. Die Entwicklung sei aber besser gewesen als der gesamte Sportmarkt, daher habe man Marktanteile gewonnen, hieß es. Angaben zum Gewinn machte der HĂ€ndlerverbund nicht.

Intersport auf Expansionskurs

Intersport ist nach eigenen Angaben Deutschlands grĂ¶ĂŸte SporthĂ€ndlergruppe. Ihr gehörten zuletzt bundesweit rund 700 HĂ€ndlerinnen und HĂ€ndler mit mehr als 1.400 GeschĂ€ften an. Mehr als 400 davon firmieren auch unter dem Namen Intersport. Bis 2030 will der Verbund seinen Umsatz auf etwa sechs Milliarden Euro steigern - und damit auf einen erwarteten Marktanteil von gut 30 Prozent. Um das zu erreichen, peilt Intersport im Durchschnitt ein Wachstum von mehr als fĂŒnf Prozent pro Jahr an. 2021/22 und 2022/23 hatte die Genossenschaft das selbstgesteckte Ziel zum Teil deutlich ĂŒbertroffen.

Außerdem expandiert Intersport krĂ€ftig: Bis zum Ende des Jahrzehnts sollen mindestens 100 neue GeschĂ€fte in Deutschland dazukommen. Die HĂ€lfte des 2023 ausgegeben Ziels wird demnach voraussichtlich bereits im Herbst erreicht. "Ich bin sicher, dass wir das selbstgesetzte Ziel erweitern werden", sagte von Preen. Eine genaue Zahl wollte er zunĂ€chst nicht nennen.

Die Genossenschaft setzt zunehmend auch auf Premium-GeschĂ€fte mit mehr als 30.000 Quadratmetern FlĂ€che. Davon gibt es mittlerweile sechs Standorte - unlĂ€ngst kamen zwei in MĂŒlheim KĂ€rlich bei Koblenz und Augsburg dazu. Mehr als fĂŒnf weitere sollen bis Ende 2026 folgen.

@ dpa.de