Medien, Trump

Medien: Trump gewÀhrt Ungarn Ausnahme bei russischer Energie

09.11.2025 - 13:43:43

Trotz der US-Sanktionen gegen russische Ölkonzerne gewĂ€hrt PrĂ€sident Donald Trump dem ukrainischen Nachbarland Ungarn laut Medienberichten eine einjĂ€hrige Ausnahme fĂŒr den Bezug von Energie aus Russland.

Trump habe dem ungarischen MinisterprĂ€sidenten Viktor Orban bei dessen Besuch in Washington die Zusage gegeben, Ungarn zwölf Monate lang den ungestraften Import von Energie aus Russland zu erlauben. Das berichteten mehrere Medien wie der TV-Sender CNN unter Berufung auf Vertreter des Weißen Hauses. Öffentlich Ă€ußerte sich die Regierungszentrale nicht dazu.

Orban hatte direkt nach dem Treffen mit Trump erklÀrt, der Republikaner habe seinem Land eine Sonderregelung gewÀhrt. "In Hinsicht auf die (Erdgas)-Pipeline Turkish Stream und die (Erdöl)-Pipeline Druschba bekommt Ungarn eine vollumfÀngliche Befreiung von Sanktionen", wurde Orban von der staatlichen Nachrichtenagentur MTI zitiert.

Ungarn ist stark von russischem Öl und Gas abhĂ€ngig. Das hĂ€ngt auch damit zusammen, dass Orbans Regierung - anders als andere EU-LĂ€nder wie Deutschland und Bulgarien - nie ernsthafte BemĂŒhungen unternommen hat, um das Land aus dieser AbhĂ€ngigkeit zu lösen. In der EU erwirkte der Ungar eine Ausnahmeregelung, die russische Ölimporte ĂŒber Pipelines zulĂ€sst. Über eine solche Röhre ist Ungarn seit kommunistischen Zeiten mit Russland verbunden.

Orban verweist auf fehlende Alternativen

Im öffentlichen Teil des Treffens hatte sich Trump offen fĂŒr eine mögliche Ausnahmeregelung gezeigt. Orban hatte die US-Regierung im Weißen Haus gebeten, weiterhin Öl und Gas aus Russland importieren zu können, weil es keine kurzfristigen Alternativen gebe. Trump sagte, man "prĂŒfe" das Anliegen, weil Ungarn als Binnenstaat keinen Zugang zu SeehĂ€fen habe. Das gilt allerdings auch fĂŒr manch andere EU-Staaten.

Die US-Regierung hatte im Oktober wegen Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine neue Sanktionen gegen russische Energiekonzerne verhĂ€ngt, die auch sekundĂ€re Strafmaßnahmen gegen KĂ€ufer zur Folge haben könnten.

@ dpa.de