WĂ€hrung, Frankreich

Devisen: Euro legt zum US-Dollar zu

16.06.2025 - 10:36:33

Trotz des sich verschÀrfenden Kriegs zwischen dem Iran und Israel ist der Euro am Montag gestiegen.

Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung kostete zuletzt 1,1583 US-Dollar. Im frĂŒhen Handel hatte sie noch rund einen halben Cent niedriger notiert.

Nach massiven Luftangriffen der israelischen StreitkrĂ€fte auf Nuklearanlagen und MilitĂ€reinrichtungen im Iran hatte die FĂŒhrung in Teheran mit Raketenbeschuss auf Israel reagiert. Die Verunsicherung an den MĂ€rkten hielt sich jedoch in Grenzen. "Der militĂ€rische Konflikt zwischen Israel und dem Iran hat wenig Potenzial, sich regional auszuweiten, solange es nicht zu einer Sperrung der Straße von Hormuz kommt", kommentierten Experten der Dekabank. "Ohne eine solche Eskalation sollte angesichts ausreichend freier ProduktionskapazitĂ€ten anderer OPEC-Staaten der Spielraum fĂŒr weitere Ölpreisanstiege begrenzt sein, was wiederum das Potenzial fĂŒr negative Konjunktureffekte auf die Weltwirtschaft einschrĂ€nkt."

Der Eurokurs profitiert nach EinschĂ€tzung von Commerzbank-Ökonomin, Thu Lan Nguyen, auch mit der jĂŒngsten Entwicklung des Ölpreises. Am Freitag hatte der Dollar noch zugelegt, als der Ölpreis gestiegen war. Die Verluste machte der Euro zuletzt grĂ¶ĂŸtenteils wieder wett "Die Reaktion des Dollars dĂŒrfte also zum Großteil auf den starken Anstieg des Ölpreises, der am Freitag in der Spitze um rund 13 Prozent zulegen konnte, zu erklĂ€ren sein", so die Commerzbank-Expertin. GegenĂŒber WĂ€hrung von anderen ÖlförderlĂ€ndern wie Kanada und Norwegen habe der Dollar nicht zulegt. "Insofern waren die Bewegungen am Devisenmarkt am Freitag meiner Ansicht nach keine klassische Flucht in sichere HĂ€fen, sondern in erster Linie eine Reaktion auf den Ölpreisanstieg."

Im weiteren Wochenverlauf dĂŒrften die Anleger vor allem auf die US-Notenbank schauen. Sie wird am Mittwoch ihre Zinsentscheidung veröffentlichen. Es wird erneut eine BestĂ€tigung des Leitzinses erwartet. Spannend wird sein, ob Notenbankchef Jerome Powell fĂŒr den weiteren Jahresverlauf Zinssenkungen signalisiert. US-PrĂ€sident Donald Trump hatte immer wieder Powell aufgefordert, die Zinsen zu senken.

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