ASML bestÀtigt Umsatzziel 2025 trotz weiterer US-ExportbeschrÀnkungen
02.12.2024 - 20:42:06 | dpa.deIm kommenden Jahr dĂŒrften Erlöse von 30 bis 35 Milliarden Euro erzielt werden, rund ein FĂŒnftel davon in China, teilte das Unternehmen am Montagabend mit. FĂŒr 2024 ergĂ€ben sich zudem keine gröĂeren direkten GeschĂ€ftsauswirkungen. Die im EuroStoxx 50 EU0009658145 notierten ASML-Papiere reagierten am Abend auf der Handelsplattform Tradegate kaum auf die Nachrichten.
Die aktualisierten Exportvorschriften enthielten ErgĂ€nzungen, einschlieĂlich Messtechnik und Software, hieĂ es vom Unternehmen. DarĂŒber hinaus wĂŒrden weitere Produktionsstandorte, hauptsĂ€chlich in China, in die US-Liste der BeschrĂ€nkungen aufgenommen. Sollten die niederlĂ€ndischen Behörden eine Ă€hnliche Sicherheitsbewertung vornehmen wie die der USA, könnten auch die Ausfuhren von DUV-Immersions-Lithographiesystemen an diese Standorte betroffen sein.
Der Spezialist fĂŒr sogenannte Lithographie-Systeme zur Herstellung modernster Computerchips, die auch fĂŒr KI-Anwendungen wichtig sind, bekommt schon seit lĂ€ngerem eine gewisse KaufzurĂŒckhaltung der Kunden zu spĂŒren. Denn: Viele Chiphersteller hatten ihre InvestitionsplĂ€ne teils eingedampft, auch wegen einer trĂ€geren Entwicklung der ElektromobilitĂ€t. Hinzu kommt der Technologiestreit zwischen China und den USA mit der Debatte um Exportverbote fĂŒr hochmoderne Chipfertigungsanlagen nach China.
Langfristig zeigte sich das Unternehmen aber zuversichtlich. Die neuen US-Regeln dĂŒrften keinen Einfluss auf die erwartete langfristige Nachfrageentwicklung haben, hieĂ es weiter. Neben dem Wachstumspotenzial mehrerer wichtiger anderer EndmĂ€rkte biete der KI-Trend eine bedeutende Chance fĂŒr die Halbleiterindustrie, hatte ASML-Chef Christophe Fouquet erst jĂŒngst betont.
Bis 2030 soll der Umsatz denn auch auf 44 bis 60 Milliarden Euro steigen. Davon sollen dann 56 bis 60 Prozent Bruttomarge hÀngen bleiben.
