Trump, PrÀsident

Trump: Habe als PrÀsident das Recht, Zölle zu verhÀngen

Veröffentlicht am: 20.02.2026 um 05:46 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Kurz vor einer möglichen Entscheidung des Obersten US-Gerichts ĂŒber die RechtmĂ€ĂŸigkeit weitreichender Zölle hat US-PrĂ€sident Donald Trump diese erneut gerechtfertigt.

"Die Formulierung ist eindeutig: Als PrĂ€sident habe ich das Recht dazu, Zölle aus GrĂŒnden der nationalen Sicherheit gegen LĂ€nder zu erheben, die uns jahrelang ausgebeutet haben", sagte er auf einer Veranstaltung in Rome im US-Bundesstaat Georgia.

Trump nutzte das Podium, um auf vermeintliche Handelsungleichgewichte hinzuweisen und vor Gefahren fĂŒr die heimische Wirtschaft zu warnen, sollte er keine Zölle erheben dĂŒrfen. Seit Beginn seiner zweiten Amtszeit hat Trump Zölle gegen zahlreiche LĂ€nder verhĂ€ngt. Experten gehen unterdessen davon aus, dass fĂŒr Verbraucher die Preise steigen, da Unternehmen die Zölle mindestens teilweise an Konsumenten weiterreichen.

Trump zeigte sich sichtlich verĂ€rgert darĂŒber, dass er seit "vielen, vielen Monaten" auf eine Entscheidung des Supreme Courts warten mĂŒsse. Am morgigen Freitag könnte dieser final urteilen, ob der PrĂ€sident sich bei den Zöllen gegen Dutzende Handelspartner auf ein Notstandsgesetz berufen darf oder nicht.

Der "International Emergency Economic Powers Act" (IEEPA) aus dem Jahr 1977 besagt, dass ein PrĂ€sident im Krisenfall Dekrete erlassen kann, ohne den Kongress anrufen zu mĂŒssen. Trump argumentierte, ein dauerhaftes Ungleichgewicht im internationalen Handel gefĂ€hrde die "nationale Sicherheit". und sah den Notstand im Land deshalb als erfĂŒllt an.

Mehrere US-Unternehmen und Bundesstaaten zogen gegen diese Praxis vor Gericht. Untere Instanzen entschieden zu ihren Gunsten, doch Trump legte Berufung ein, sodass die Zölle zunĂ€chst bestehen blieben und das Verfahren schließlich vor dem Supreme Court landete.

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