Trump, Zinssenkung

Trump: Keine Zinssenkung, kein Handel mit einigen LĂ€ndern

Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 05:07 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Kurz vor einer möglichen Zinserhöhung durch die US-Notenbank Federal Reserve hat US-PrĂ€sident Donald Trump erneut Druck auf die Fed ausgeĂŒbt.

Er bekrĂ€ftigte auf eine Frage einer Journalistin seine Drohung eines Handelsstopps mit bestimmten LĂ€ndern, sollte der Zentralbankrat die US-Geldpolitik nicht lockern. "Ich werde das bei einigen LĂ€ndern tun. Ich habe keine Wahl", behauptete Trump. Auf die Frage nach dem Zeitfenster sagte Trump dann: "Ich werde es tun. Es wird sich ĂŒber einen gewissen Zeitraum erstrecken."

Trump hatte Anfang September auf Truth Social in Richtung der Fed geschrieben: "Senkt die Zinsen, oder ich breche den Handel mit LÀndern ab, mit denen wir ein Defizit haben". Trump argumentierte, dass der Arbeitsmarkt deutlich stÀrker gewachsen sei als gedacht und dies ausreiche, um geringere Zinsen zu legitimieren.

Zuvor hatte das US-Arbeitsministerium einen ĂŒberraschend starken Arbeitsmarktbericht fĂŒr den August vorgelegt. So stieg die BeschĂ€ftigtenzahl um 162.000 - Volkswirte hatten im Schnitt lediglich mit 55.000 zusĂ€tzlichen Stellen gerechnet. Im Juli hatte der Arbeitsmarkt noch enttĂ€uscht.

Volkswirte merken allerdings an, dass ein starker Arbeitsmarkt die Lohnentwicklung und damit auch die Inflationsgefahren verstĂ€rken kann. Trump ging nicht darauf ein, dass die Inflation in seinem Land seit mehr als fĂŒnf Jahren ĂŒber dem von der Fed angestrebten Ziel von 2 Prozent liegt. Der US-PrĂ€sident ließ damals wie heute offen, welchen Zusammenhang er zwischen gewĂŒnschter Zinssenkung in den USA und dem Handelsdefizit mit einigen LĂ€ndern sieht.

Niedrigere Zinsen können dafĂŒr sorgen, dass Unternehmen schneller wachsen. Zugleich heizen sie die Inflation an. Fed-Chef Kevin Warsh hatte jĂŒngst klargemacht, dass er der PreisstabilitĂ€t eine höhere PrioritĂ€t einrĂ€umt, und sich zu höheren Zinsen bereit gezeigt. Die Teuerungsrate lag im August bei 3,4 Prozent. Mittlerweile rechnet eine ĂŒberwiegende Mehrheit der Volkswirte damit, dass die Fed den Zins anheben wird. Es wĂ€re das erste Mal seit Dezember 2025, dass der Zentralbankrat ĂŒberhaupt Hand an den Leitzins legt, und die erste Straffung seit Juli 2023.

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