TSMC, Aktie

TSMC Aktie: Engpass zwingt zum Umdenken

24.03.2026 - 05:45:20 | boerse-global.de

Apple sichert sich den Großteil der frĂŒhen 2-Nanometer-KapazitĂ€ten bei TSMC, was Nvidia zu DesignĂ€nderungen zwingt. Der Halbleiterriese nutzt die Knappheit fĂŒr Preiserhöhungen.

TSMC Aktie: Engpass zwingt zum Umdenken - Foto: ĂŒber boerse-global.de
TSMC Aktie: Engpass zwingt zum Umdenken - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Der Run auf die nĂ€chste Chip-Generation bringt selbst Tech-Giganten in BedrĂ€ngnis. Weil Apple sich bereits mehr als die HĂ€lfte der frĂŒhen 2-Nanometer-KapazitĂ€ten bei TSMC gesichert hat, stauen sich die AuftrĂ€ge der restlichen Branche. Das zwingt nun offenbar Schwergewichte wie Nvidia dazu, das Design kommender KI-Plattformen grundlegend anzupassen.

Preismacht und knappe KapazitÀten

Die neue 2-Nanometer-Technologie ist wegen eines erwarteten Effizienzsprungs von bis zu 25 Prozent extrem begehrt. Nvidia hĂ€lt aktuell nur etwa 20 Prozent der ProduktionsplĂ€tze, wĂ€hrend Meta und andere Konzerne um die verbleibenden Kontingente konkurrieren. Der Platzmangel hat direkte Folgen fĂŒr die Produkt-Roadmaps. Berichten zufolge muss Nvidia die kĂŒrzlich auf der GTC 2026 vorgestellte Feynman-Architektur fĂŒr den Release im Jahr 2028 umplanen, da schlichtweg die frĂŒhen Fertigungsslots fehlen.

TSMC nutzt diese enorme Nachfrage konsequent aus. Ein einzelner Wafer kostet mittlerweile rund 30.000 US-Dollar. Berichte deuten auf jĂ€hrliche Preiserhöhungen fĂŒr die fortschrittlichsten Chips bis ins Jahr 2029 hin.

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Kunden suchen nach Alternativen

Diese aggressive Preispolitik und die limitierten KapazitĂ€ten treiben erste Großkunden dazu, ihre Lieferketten breiter aufzustellen. Qualcomm plant bereits, die AbhĂ€ngigkeit von TSMC zu verringern und arbeitet an Plattformen, die auf die Infrastruktur von Samsung setzen. Die SĂŒdkoreaner bringen sich mit einem 73 Milliarden Dollar schweren Investitionsprogramm als Hauptkonkurrent in Stellung. Gleichzeitig droht langfristig neuer Wettbewerb durch Elon Musks geplante "Terafab", die das Ziel ausgibt, einen Großteil der globalen TSMC-Produktion zu spiegeln.

Operativ liefert der Auftragsfertiger derweil weiterhin beeindruckende Zahlen. Im vierten Quartal glĂ€nzte das Unternehmen mit einer Nettogewinnmarge von 48,3 Prozent und einer Eigenkapitalrendite von fast 39 Prozent. Am Aktienmarkt spiegelt sich diese Dominanz in einem Kursplus von gut 72 Prozent auf Jahressicht wider. Gestern schloss das Papier bei 290,50 Euro. RĂŒckenwind erhielt der gesamte Halbleitersektor zuletzt durch Signale einer Deeskalation im Iran-Konflikt.

Trotz der starken Marktposition von 72 Prozent im globalen Foundry-GeschĂ€ft muss das Management operative HĂŒrden bewĂ€ltigen. Die VerfĂŒgbarkeit von Helium und der massiv steigende Energiebedarf belasten die Lieferketten. Analysten sehen dennoch weiteres Potenzial und rufen im Konsens ein Kursziel von rund 391 US-Dollar aus, solange das Unternehmen seine technologische FĂŒhrerschaft bei den modernsten Halbleitern behauptet.

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