UK-Konsolidiert, Sanktionsliste

UK-Konsolidiert Sanktionsliste: Letzte Vorbereitungen für Unternehmen

24.01.2026 - 20:42:12

Ab dem 28. Januar 2026 gilt im Vereinigten Königreich eine neue, zentrale Sanktionsliste. Für deutsche Firmen mit Geschäftsbeziehungen dorthin bedeutet das eine dringende Überprüfung ihrer Compliance-Systeme.

Die britische Regierung konsolidiert ihre Sanktionslisten. Ab kommender Woche ist die „UK Sanctions List“ (UKSL) die alleinige, maßgebliche Quelle. Sie löst die bisher parallel geführte Liste des Finanzministeriums (OFSI) ab. Diese Umstellung soll Bürokratie abbauen, stellt Unternehmen aber vor eine technische und organisatorische Herausforderung. Besonders für den deutschen Export- und Finanzsektor, für den Großbritannien ein wichtiger Partner bleibt, ist die rechtzeitige Anpassung entscheidend.

Bisher mussten Compliance-Abteilungen zwei Listen abgleichen: die OFSI-Liste für Finanzsanktionen und die umfassendere UKSL. Diese Doppelstruktur führte zu Mehraufwand und Fehlerrisiken. Künftig entfällt diese Parallelität. Die UKSL deckt alle Bereiche ab – von Vermögenssperren über Handelsbeschränkungen bis zu Einreiseverboten.

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Experten begrüßen die Vereinfachung, warnen aber vor Betriebsblindheit. „Die Konsolidierung ist sinnvoll, aber sie erfordert proaktives Handeln“, so ein Handels-Compliance-Berater. Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre Screening-Software und internen Richtlinien auf die neue, einzige Quelle ausgerichtet sind. Ein Versäumnis könnte ab dem Stichtag zu unbeabsichtigten Verstößen führen.

Die technische Hürde: Systeme umstellen

Die größte praktische Aufgabe ist die technische Migration. Viele automatisierte Systeme sind auf die Datenformate und spezifischen Kennungen der alten OFSI-Liste programmiert. Diese müssen nun auf die „Unique ID“ der UKSL umgestellt werden.

Die britischen Behörden haben neue Datenformate (TXT, CSV, PDF) bereitgestellt. IT- und Compliance-Abteilungen sollten die Umstellung ihrer Systeme und die Integration dieser Formate nicht auf die lange Bank schieben. Auch die Anbieter von Compliance-Software sollten kontaktiert werden, um die Kompatibilität ihrer Lösungen zu bestätigen.

Hohe Risiken bei Nichtbeachtung

Die rechtlichen Verpflichtungen bleiben unverändert streng. Das OFSI überwacht weiterhin die Einhaltung und kann bei Verstößen hohe Geldstrafen verhängen. Die Konsolidierung könnte die Durchsetzung sogar effektiver machen, da die Datenlage klarer ist.

Die Risiken gehen weit über Bußgelder hinaus. Sie umfassen reputationelle Schäden, den Entzug von Geschäftslizenzen und den Ausschluss von öffentlichen Aufträgen. Vor dem Hintergrund verschärfter Gesetze wie dem „Economic Crime and Corporate Transparency Act“ sind robuste Präventivmaßnahmen für Unternehmen essenziell.

Letzte Schritte vor dem Stichtag

Mit nur noch wenigen Tagen ist Eile geboten. Die britische Regierung rät, folgende Schritte umgehend abzuschließen:
* Interne Richtlinien und Prozesse aktualisieren.
* Mitarbeiter in den betroffenen Abteilungen schulen.
* Drittanbieter und Screening-Dienstleister auf die Umstellung vorbereiten.

Nach dem 28. Januar wird die alte OFSI-Liste nicht mehr aktualisiert. Wer sich dann noch darauf verlässt, handelt fahrlässig. Compliance-Verantwortliche sollten zudem die E-Mail-Benachrichtigungen der UK-Behörden abonnieren, um über künftige Änderungen informiert zu bleiben.

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