Umwelthilfe: Weiter hohe Verpackungsquote in SupermÀrkten
Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 12:16 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Noch immer bestimmen Einweg-Flaschen, Dosen und unnötig vorverpackte Lebensmittel die Regale groĂer SupermĂ€rkte und Discounter", teilte DUH-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrerin Barbara Metz mit.
Insbesondere bei den Discounterketten stecken demnach viele Produkte in Plastik. Bei Obst und GemĂŒse etwa liegt der Verpackungsanteil in den untersuchten Filialen der DUH zufolge bei rund 68 Prozent. Bei den sogenannten Vollsortimentern, zu denen Rewe, Edeka und Kaufland gehören, lag der Anteil mit 58 Prozent den Angaben nach etwas geringer.
BiomÀrkte zeigen, wie es geht
Dass es auch ohne geht, zeigen der Untersuchung zufolge vor allem die Biomarkt-Ketten Alnatura, Denns und Bio Company. Dort lag der Verpackungsanteil bei Obst und GemĂŒse im Schnitt bei lediglich 16 Prozent.
In der nicht reprĂ€sentativen Analyse untersuchte die DUH zwischen April und August dieses Jahres das Angebot in insgesamt 48 Filialen - jeweils vier der Ketten Aldi SĂŒd, Aldi Nord, Lidl, Penny, Netto, Norma, Rewe, Edeka, Kaufland, Alnatura, Denns Biomarkt und Bio Company. Dabei wurden verschiedene Produkte aus bestimmten Produktgruppen anhand eines standardisierten Testbogens auf Verpackungen ĂŒberprĂŒft.
Dabei zeigte sich, dass der Verpackungsanteil oftmals sogar zugenommen hat - selbst in den BiomĂ€rkten. So lag der Anteil von verpacktem Obst und GemĂŒse in den besuchten Alnatura-MĂ€rkten mit 11 Prozent um 10 Prozentpunkte höher als beim ersten DUH-Verpackungstest im Jahr 2022. Bei Bio Company waren es mit 15 Prozent 6 Punkte mehr und bei Denns mit 17 Prozent 7 Punkte mehr. Beim Discounter Netto stieg der Verpackungsanteil bei Obst und GemĂŒse im selben Zeitraum sogar um 16 Prozentpunkte auf 74 Prozent.
AusschlieĂlich Einwegflaschen bei Discountern
Kritisch sieht die DUH dabei auch die hohen Einwegquoten bei GetrĂ€nken. In den untersuchten Filialen der Discounterketten Lidl sowie Aldi Nord und SĂŒd wurden Wasser, Saft, Softdrinks und Bier ausschlieĂlich in Einwegflaschen verkauft. Bei den Vollsortimentern war die Mehrwegquote deutlich höher.
"Freiwilligkeit funktioniert nicht", betonte Metz. Es brauche politisch verbindliche Regeln auch beim Thema Mehrweg. Wer Einwegverpackungen auf den Markt bringe, mĂŒsse stĂ€rker an den Umweltfolgen beteiligt werden.
