EU-Kommission wirft Ungarn mangelnde Pressefreiheit vor
11.12.2025 - 15:43:14Deswegen habe sie ein sogenanntes Vertragsverletzungsverfahren gegen das Land eingeleitet, teilte die BrĂŒsseler Behörde mit. Es geht um eine Reihe von Verletzungen des EuropĂ€ischen Gesetzes zur Medienfreiheit und die EU-Richtlinie ĂŒber audiovisuelle Mediendienste.
Ungarn missachte Bestimmungen, durch die Eingriffe in die Arbeit von Medienschaffenden untersagt werden, hieĂ es von der Kommission. AuĂerdem biete das ungarische Recht nicht genug Schutz fĂŒr Informanten. Es fehle darĂŒber hinaus ein wirksamer gerichtlicher Rechtsschutz fĂŒr den Fall, dass diese Rechte verletzt wĂŒrden.
Die Kommission bemĂ€ngelte zudem, dass Ungarn die Anforderungen in Bezug auf öffentlich-rechtliche Medien nicht einhalte. DarĂŒber hinaus sei nicht transparent genug, wer welche Medien besitze. Ungarn verstoĂe auch gegen EU-Vorgaben zur Vergabe staatlicher Werbung. SchlieĂlich gebe es Bedenken hinsichtlich der UnabhĂ€ngigkeit der nationalen Medienaufsicht.
Ungarn hat nun zwei Monate Zeit, um auf die VorwĂŒrfe zu reagieren. Als letzte Eskalationsstufe droht eine Klage vor dem EuropĂ€ischen Gerichtshof.

