Unilever, Aktie

Unilever Aktie: Jahrestief nach Megadeal

03.04.2026 - 05:20:23 | boerse-global.de

Unilevers milliardenschwerer Deal zur Abspaltung des Lebensmittelgeschäfts führt zu massiven Kursverlusten. Investoren kritisieren die komplexe Transaktionsstruktur und den langen Zeitplan bis 2027.

Unilever Aktie: Jahrestief nach Megadeal - Foto: über boerse-global.de

Unilever will sich neu erfinden und trennt sich von seinem traditionsreichen Lebensmittelgeschäft. Die milliardenschwere Fusion mit dem Gewürzspezialisten McCormick soll den Konzern schlanker machen, sorgt an der Börse bisher jedoch für herbe Verluste. Während das Management auf Synergien setzt, fürchten viele Investoren eine komplizierte Übergangsphase.

Kritik an der Deal-Struktur

Die geplante Transaktion hat ein Gesamtvolumen von 44,8 Milliarden US-Dollar. McCormick zahlt einen Teil in bar, während der Rest über eine Aktienkomponente abgewickelt wird. Unilever behält dabei eine Mehrheitsbeteiligung von 65 % an dem neuen Unternehmen, das Marken wie Knorr und Hellmann’s mit dem Portfolio von McCormick vereint.

Genau diese Struktur, ein sogenannter Reverse Morris Trust, stößt bei Analysten auf Skepsis. Experten von RBC Capital Markets bemängeln, dass es sich nicht um einen „klaren Schnitt“ handelt. Da Unilever-Aktionäre weiterhin die Mehrheit am neuen Lebensmittelriesen halten, entsteht ein technischer Überhang. Viele institutionelle Anleger könnten gezwungen sein, diese Anteile zu verkaufen, da sie nicht mehr in ihre spezialisierten Fondsmandate passen.

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Kursrutsch auf neues Tief

Die Reaktion am Markt war deutlich. Gestern markierte die Aktie bei 48,12 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Innerhalb der letzten 30 Tage hat das Papier fast 19 % an Wert verloren. Neben der komplexen Struktur belastet der lange Zeitplan die Stimmung: Der Abschluss der Fusion wird erst für Mitte 2027 erwartet. Zudem kündigte eine Anwaltskanzlei bereits Untersuchungen zur Fusion an, was auf mögliche rechtliche Hürden hindeutet.

Einige Großinvestoren bewerten den Schritt hingegen positiv. Artisan Partners, mit einem Anteil von 1,6 Milliarden US-Dollar einer der größten Aktionäre, begrüßt die Neuausrichtung. Die Konzentration auf die Bereiche Körperpflege und Haushaltsprodukte verspreche langfristig höhere Renditen und ein stärkeres strukturelles Wachstum.

Die Eckpunkte der Fusion

  • Barzahlung an Unilever: 15,7 Milliarden US-Dollar
  • Aktienkomponente: 29,1 Milliarden US-Dollar
  • Geplante Aktienrückkäufe: 6 Milliarden Euro (2026–2029)
  • Erwartete jährliche Synergien: 600 Millionen US-Dollar
  • Geplanter Abschluss: Mitte 2027

Unilever setzt mit diesem Schritt voll auf die Transformation zum Spezialisten für Schönheits- und Haushaltspflege. Die massiven Barzuflüsse sollen genutzt werden, um die Verschuldung zu senken und durch umfangreiche Aktienrückkäufe den Wert für die verbliebenen Anteilseigner zu steigern. Bis zum angestrebten Abschluss im Jahr 2027 müssen Investoren jedoch mit der Unsicherheit leben, die eine solch komplexe Abspaltung mit sich bringt.

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