Union, SPD-PlÀne

Union kritisiert SPD-PlÀne zur Erbschaftsteuer

12.01.2026 - 19:08:24

Unions-Fraktionsvize Mathias Middelberg kritisiert PlÀne der SPD zur Reform der Erbschaftsteuer.

Der CDU-Politiker sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Das SPD-Konzept wĂŒrde vor allem den familiengefĂŒhrten Mittelstand massiv zusĂ€tzlich belasten. Nach vier Jahren wirtschaftlichem Stillstand sind aber nicht Steuererhöhungen, sondern Steuersenkungen dringend notwendig."

Die SPD will laut Medienberichten die Erbschaftssteuer reformieren und Erben großer Vermögen stĂ€rker besteuern. Ein Konzeptpapier sieht vor, dass gleichzeitig die Weitergabe kleinerer BetrĂ€ge steuerlich entlastet werden soll. DarĂŒber berichteten das ARD-Hauptstadtstudio und die "Bild"-Zeitung. Die SPD will das Konzept am Dienstag vorstellen.

Familienunternehmen brĂ€uchten im Erbfall gewisse Verschonungsregeln, sonst mĂŒssten sie vier bis sechs komplette Jahresgewinne allein zur Zahlung der Erbschaftsteuer aufbringen, so Middelberg. "Das nimmt ihnen Investitionsmittel und stellt sie damit massiv schlechter im Wettbewerb zu börsennotierten Aktienkonzernen, fĂŒr die es einen Erbfall und entsprechende Belastungen im Übergang zu einer neuen Eigner-Generation gar nicht gibt. Familienunternehmen, die wenig oder keinen Gewinn machen, wĂŒrden durch das SPD-Modell komplett gekillt. Wir sollten aber die FortfĂŒhrung gerade unserer standortverbundenen Familienunternehmen belohnen, nicht bestrafen."

Es gebe möglicherweise Korrekturbedarf bei den aktuell geltenden Verschonungsregeln im Erbschaftsteuerrecht, sagt Middelberg weiter. Das SPD-Modell aber mit einem schlichten Freibetrag von fĂŒnf Millionen Euro liefere hierfĂŒr keine geeignete Lösung.

@ dpa.de