Sparkassenversicherung zahlt mehr fĂŒr UnwetterschĂ€den
10.03.2025 - 19:05:04Gemessen an der Höhe der ElementarschÀden war 2024 das viertschlechteste Jahr in der Geschichte des Unternehmens. Schlimmer gewesen seien nur 2021 mit dem Tief "Bernd", 1999 mit dem Orkan "Lothar" und 2013 mit dem Hagelereignis "Andreas", wie der Versicherer in Stuttgarter mitteilte.
In ihrem GeschĂ€ftsgebiet in Baden-WĂŒrttemberg, Hessen, ThĂŒringen und Teilen von Rheinland-Pfalz musste die Versicherung insgesamt fast 397 Millionen Euro fĂŒr von der Natur verursachte SchĂ€den ausgegeben - und damit fast ein FĂŒnftel mehr als ein Jahr zuvor. Regionale Unwetter hĂ€tten vor allem im Sommer hohe SchĂ€den an GebĂ€uden und Fahrzeugen verursacht. Allein durch die groĂen Unwetter in Baden-WĂŒrttemberg zwischen Mai und August fielen rund 15.600 ElementarschĂ€den mit einer Höhe von rund 233 Millionen Euro an.
"Wir sehen da bereits die Folgen klimatischer VerĂ€nderungen. Diese schlagen sich in genau solchen Ereignissen nieder", sagte Vorstandschef Andreas Jahn. Vor diesem Hintergrund werde auch das Jahr 2025 herausfordernd bleiben. Als sogenannte ElementarschĂ€den gelten beispielsweise SchĂ€den durch Sturm, Ăberschwemmung und Hagel.
Neben GebĂ€udeversicherungen gehören zum Portfolio des Versicherers unter anderem private Sachversicherungen wie die Haftpflicht, Auto-Versicherungen und Leistungen fĂŒr Unternehmen. Insgesamt musste das Unternehmen 2024 nach vorlĂ€ufigen Zahlen fast 1,6 Milliarden Euro fĂŒr SchĂ€den bezahlen. Das waren 8,3 Prozent mehr als 2023. Der Anstieg sei maĂgeblich auf die hohen UnwetterschĂ€den zurĂŒckzufĂŒhren, aber auch auf viele WasserschĂ€den sowie durch die Inflation gestiegene Kosten fĂŒr Reparaturen und Ersatzteile.
Vorstandschef: Versicherungen in unsicheren Zeiten gefragter
Jahn zeigte sich mit dem GeschÀftsverlauf dennoch zufrieden: "GrundsÀtzlich ist es so, dass Versicherungen in unsicheren Zeiten gefragter sind", sagte der Manager. "Uns ist es aber gelungen, uns in beiden Kernbereichen - sowohl im Schaden- und UnfallgeschÀft als auch bei Lebensversicherungen - positiv von der Entwicklung der gesamten Branche abzukoppeln."
Lebensversicherungen sind das zweite groĂe Standbein des Unternehmens. Insgesamt stieg das Beitragsvolumen im vergangenen Jahr um 6,5 Prozent auf mehr als 3,7 Milliarden Euro. Unter dem Strich verdiente die Versicherung gut 103 Millionen Euro - und damit mehr als 2022 (82,1) und 2023 (11,6 Millionen Euro).
Den öffentlich-rechtliche Regionalversicherer mit Sitz in Stuttgart gibt es seit 2004. Er ging aus der Fusion der SV Versicherung Baden-WĂŒrttemberg und der Sparkassenversicherung Hessen-Nassau-ThĂŒringen hervor. Das Unternehmen hatte Ende vergangenen Jahres mehr als 5.200 BeschĂ€ftigte.

