Betrug mit EU-Geldern: Griechische Behörden ermitteln TÀter
02.09.2025 - 12:54:40Der Schaden belaufe sich bislang auf 22,6 Millionen Euro, sagte BĂŒrgerschutzminister Michalis Chrysodoidis im Sender ERTNews.
Konten werden eingefroren
Insgesamt seien rund 6.400 Steuernummern mit den dahinter stehenden Personen und Betrieben untersucht worden. Bei 1.036 sei festgestellt worden, dass sie zu Unrecht Subventionen erhalten hĂ€tten, sagte er. Im Durchschnitt lĂ€gen die Betrugssummen bei rund 40.000 Euro je Steuernummer. Die Betreffenden mĂŒssten nun die unrechtmĂ€Ăig erhaltenen Gelder zurĂŒckzahlen. Zudem wĂŒrden StrafverfolgungsmaĂnahmen gegen sie eingeleitet und die Konten der TĂ€ter eingefroren.
Im MĂ€rz 2024 hatte das EuropĂ€ische Amt fĂŒr BetrugsbekĂ€mpfung die griechischen Behörden ĂŒber VerstöĂe bei der Verwaltung von EU-Fördermitteln informiert. Es ging um fiktive Angaben zu landwirtschaftlichen FlĂ€chen und Subventionszahlungen an Nichtberechtigte. So wurden unter anderem felsige GelĂ€nde, WĂ€lder und sogar Areale im Nachbarland Nordmazedonien als AgrarflĂ€chen deklariert und in der Folge subventioniert.
Womöglich SchÀden bis zu 170 Millionen Euro
Medienberichten zufolge könnten auf diese Weise seit 2017 rund 170 Millionen Euro unrechtmĂ€Ăig ausgezahlt worden sein. Die Regierung hatte die fĂŒr die Verwaltung und Vergabe von EU-Agrarsubventionen zustĂ€ndige Behörde des Landes daraufhin geschlossen und die Aufarbeitung der FĂ€lle angekĂŒndigt. Auch gegen Mitarbeiter der betreffenden Behörde wird ermittelt.

