Urumqi, Power

Urumqi Power Company startet vollständige Digitalisierung der Sicherheit

03.04.2026 - 16:42:35 | boerse-global.de

Der staatliche Netzbetreiber in Urumqi führt ein KI-gestütztes Sicherheitssystem ein, um Brandrisiken zu minimieren und die neuen Vorgaben des Gefahrstoffgesetzes zu erfüllen.

Urumqi Power Company startet vollständige Digitalisierung der Sicherheit - Foto: über boerse-global.de

Urumqi – Die staatliche Stromversorgung in Urumqi setzt voll auf digitale Sicherheit. Anlässlich der Frühjahrsinspektion führt das Unternehmen ein umfassendes „Internet+“-Sicherheitssystem ein. Es soll Brandrisiken und den Umgang mit Gefahrstoffen revolutionieren. Der Start erfolgt kurz vor Inkrafttreten des neuen chinesischen Gefahrstoffgesetzes am 1. Mai 2026.

Vom manuellen Check zur vorausschauenden KI-Überwachung

Das System markiert einen grundlegenden Wandel. Statt auf manuelle Kontrollen setzt der Netzbetreiber nun auf Echtzeitdaten und künstliche Intelligenz. Kernstück ist ein flächendeckendes Brandfrüherkennungsnetzwerk. Tausende Sensoren an wichtigen Umspannwerken und Hochspannungsleitungen überwachen permanent die Temperatur kritischer Komponenten.

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Drohnen mit Wärmebildkameras und fest installierte Infrarotsysteme suchen automatisch nach Hotspots. Kombiniert mit den Sensordaten sollen so elektrische Brände verhindert werden, bevor sie entstehen. Erste Analysen deuten auf einen deutlichen Rückgang gerätebedingter Brandvorfälle in der Region Xinjiang hin.

Ein digitaler Zwilling vervollständigt das Bild. Er erlaubt es, virtuelle Stress- und Gefahrentests an den Anlagen durchzuführen. Durch die Auswertung von Echtzeit- und historischen Wartungsdaten kann das System Schwachstellen vorhersagen. Die Wartung wird damit vorausschauend.

Gefahrstoffe: Jeder Behälter wird digital verfolgt

Die Einführung im April ist auch eine direkte Reaktion auf das neue Gefahrstoffgesetz. Es schreibt eine lückenlose Dokumentation für entzündbare, giftige oder explosive Stoffe im gesamten Lebenszyklus vor. Für Stromversorger betrifft das vor allem Isolieröle, das Isoliergas Schwefelhexafluorid (SF6) und die wachsende Zahl von Lithium-Batteriespeichern.

Die „Internet+“-Plattform hat dafür ein eigenes Modul. Jeder Behälter mit SF6 oder Öl erhält eine digitale Identität per RFID-Chip. Blockchain-Technologie dokumentiert jeden Schritt – von der Beschaffung über die Nutzung bis zur Entsorgung. So entsteht eine fälschungssichere Lieferkette, die den gesetzlichen Anforderungen genügt.

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Für Batteriespeicher gelten seit 2025 verschärfte Sicherheitsstandards. Das System überwacht Ladezustand, Temperatur und Gasentwicklung der Module in Echtzeit. Droht eine gefährliche Überhitzung, starten automatisch Löschanlagen. Gleichzeitig alarmiert eine App die Einsatzkräfte. Experten halten solche integrierten Systeme für unverzichtbar, um die großen Speicherprojekte in Nordwestchina sicher zu betreiben.

KI überwacht sogar die Schutzausrüstung der Techniker

Die Digitalisierung betrifft nicht nur die Anlagen, sondern auch die Menschen. Ein „KI+ Sicherheit“-Modul analysiert Live-Videobilder von Arbeitsplätzen. Es erkennt, ob Techniker die vorgeschriebene Schutzkleidung tragen, etwa feuerfeste Overalls oder isolierte Helme.

Die KI überwacht auch Sperrzonen bei Hochspannungsarbeiten. Betritt Personal unerlaubt einen Gefahrenbereich, schlägt das System sofort Alarm. Erste Berichte zeigen, dass solche Verstöße seit der Einführung deutlich zurückgegangen sind.

Zudem ermöglicht die Plattform Fernunterstützung. Techniker vor Ort streamen mit 5G-Smartglasses Live-Bilder an die Leitstelle in Urumqi. Erfahrene Ingenieure können so aus der Ferne Anleitung bei komplexen Reparaturen geben. Das soll Wissenslücken schließen und menschliche Fehler reduzieren.

Strategischer Hintergrund: Xinjiang als Schlüsselregion

Die Investition in Hochtechnologie ist kein Zufall. Der staatliche Netzbetreiber State Grid plant von 2026 bis 2030 Investitionen von umgerechnet rund 500 Milliarden Euro. Ein großer Teil fließt in die Autonome Region Xinjiang. Sie ist das Herzstück des nationalen „Stroms von West nach Ost“-Projekts.

Urumqi steuert ein Netz mit riesigen Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen (HGÜ), wie der Trasse von Hami nach Chongqing. Die Stabilität dieses Netzes ist eine Frage der nationalen Energiesicherheit. Analysten sehen die digitale Sicherheitsoffensive als logische Antwort auf die wachsende Komplexität dieser HGÜ-Systeme.

Verglichen mit anderen Regionen gilt das Pilotprojekt in Xinjiang als besonders fortschrittlich. Die Integration des „Guangming“-KI-Modells für die Sicherheitsüberwachung hebt es hervor. Dieser proaktive Ansatz passt zum nationalen Ziel eines „intelligenten und flexiblen“ Stromnetzes.

Ausblick: Vollautonomes Sicherheitssystem bis 2028

Die Pläne gehen noch weiter. Satellitengestützte Überwachung und fortschrittliche Robotik sollen folgen. Mit der Einführung von 6G für das Internet der Dinge sollen Sicherheitswarnungen künftig nahezu verzögerungsfrei funktionieren – auch in abgelegenen Wüstengebieten.

Die Daten der laufenden Frühjahrsinspektion 2026 sollen die KI-Algorithmen für Brand- und Gefahrstofferkennung verbessern. Bis 2028 peilt das Unternehmen ein „vollautonomes Sicherheits-Ökosystem“ an. Routinekontrollen und Risikobewertungen würden dann weitgehend von KI-Systemen übernommen.

Langfristig könnte der digitale Wandel zu niedrigeren Versicherungsprämien für Infrastruktur führen. Auch Umweltrisiken durch Leckagen von Gefahrstoffen ließen sich deutlich reduzieren. Mit dem Start in Urumqi zeigt ein traditioneller Industriegigant, wie digitale Innovation neue, strenge Sicherheitsstandards erfüllbar macht.

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