US-Behörden starten Großoffensive gegen Online-Betrug
29.01.2026 - 01:52:12Die US-Regierung geht mit einer beispiellosen Offensive gegen Betrug in digitalen Marktplätzen vor. Gerichte schließen kriminelle Netzwerke, eine neue Sonderstaatsanwaltschaft wird aufgebaut und Gesetze zwingen Plattformen wie Amazon zur Kooperation. Hintergrund ist ein explosionsartiges Wachstum professioneller Betrugsmaschen, die Verbraucher um Millionen betrügen.
Gericht stoppt Millionen-Betrug mit Lastwagen-Investments
Ein Bundesgericht hat das betrügerische Unternehmen RivX dauerhaft geschlossen. Die Bundeshandelskommission (FTC) und die Staatsanwaltschaft Floridas hatten die Firma verklagt. Sie lockte Anleger mit angeblichen „Garantie-Gewinnen“ aus Trucking-Investments. Die Opfer zahlten bis zu 75.000 Euro für Lastwagen, die sie nie erhielten. Die richterliche Verfügung gegen alle Beteiligten wurde diese Woche bekanntgegeben.
Dies ist kein Einzelfall. Erst Ende Januar 2026 erwirkte die FTC einen vorläufigen Stopp gegen ein Netzwerk von Unternehmen. Sie sollen durch betrügerische Gesundheitspläne im Internet Schäden in zweistelliger Millionenhöhe verursacht haben. Die FTC bleibt die zentrale Meldestelle für Verbraucher und verfolgt systematisch rechtliche Schritte gegen betrügerische Geschäftspraktiken.
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Justizministerium gründet nationale Betrugs-Sonderstaatsanwaltschaft
Die Offensive erhält durch eine neue Behörde zusätzliches Gewicht. Das Weiße Haus kündigte am 8. Januar 2026 die Gründung einer National Fraud Enforcement Division im Justizministerium (DOJ) an. Die Abteilung wird von einem vom Senat bestätigten Staatsanwalt geleitet und erhält bundesweite Zuständigkeit für Betrugsfälle.
Ihr Mandat ist breit: Sie verfolgt straf- und zivilrechtlich Betrugsmaschen, die Bundesprogramme, Unternehmen, Non-Profit-Organisationen und vor allem Privatpersonen schädigen. Die neue Einheit soll nationale Ermittlungsprioritäten setzen und Gesetzesänderungen vorschlagen, um systematische Schwachstellen zu schließen. Diese strukturelle Aufrüstung zeigt den langfristigen Ansatz der US-Regierung.
INFORM-Gesetz zwingt Amazon & Co. zur Verantwortung
Ein zentraler Pfeiler der Strategie ist das INFORM Consumers Act. Das Gesetz trat im Juni 2023 in Kraft und zeigt nun massive Wirkung. Daten aus dem Büro von Senator Dick Durbin vom 13. Januar 2026 belegen: Fast 3 Millionen Händlerkonten wurden bei Amazon, eBay, Walmart und Etsy gesperrt oder entfernt.
Das Gesetz verpflichtet Online-Marktplätze, die Identität ihrer umsatzstarken Drittanbieter zu überprüfen. Zudem müssen sie Verbrauchern klare Meldewege für verdächtige Aktivitäten bieten – etwa den Verkauf gefälschter oder unsicherer Ware. Die FTC überwacht die Einhaltung und droht bei Verstößen mit hohen Strafzahlungen. Das schafft einen starken Anreiz für die Plattformen, ihre eigenen Verkäufer strenger zu kontrollieren.
Analyse: Dreifach-Strategie gegen digitale Kriminalität
Die jüngsten Maßnahmen offenbaren eine dreigleisige Strategie. Die Strafverfolgungsbehörden FTC und DOJ zerschlagen betrügerische Operationen durch direkte Klagen. Parallel setzt das INFORM-Gesetz die Technologieplattformen unter regulatorischen Druck. Sie werden zu aktiven Partnern im Kampf gegen Betrug.
Diese Intensivierung ist eine direkte Antwort auf die professionalisierten Betrüger. Sie nutzen täuschend echte Webseiten und gezielte Social-Media-Werbung. Die Gründung der DOJ-Sonderabteilung und die Erfolge des INFORM-Gesetzes zeigen: Der Schutz der Verbraucher erfordert sowohl die Bestrafung der Täter als auch ein widerstandsfähigeres digitales Ökosystem. Bundesbehörden warnen zudem verstärkt vor neuen Methoden wie Gutschein-Betrug.
Ausblick: Mehr Prävention und schärfere Verfolgung
Die Großoffensive wird sich 2026 fortsetzen. Die neue DOJ-Betrugsabteilung soll die landesweite Strafverfolgung bündeln und beschleunigen. Die Durchsetzung des INFORM-Gesetzes wird voraussichtlich zu weiteren Sperrungen führen.
Die Behörden setzen zunehmend auf präventive Maßnahmen. Die FTC veranstaltet am 28. Januar 2026 einen Workshop zu Altersverifikation, um technologische Lösungen zum Schutz jüngerer Verbraucher zu prüfen. Diese Kombination aus scharfer Verfolgung, regulatorischem Druck und vorausschauender Prävention sendet eine klare Botschaft an Betrüger: Die US-Behörden schalten in den Offensiv-Modus.
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