US-Bericht rÀumt Munitionsmangel infolge des Iran-Kriegs ein
Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 21:40 Uhr | dpa, AD HOC NEWSAbsatz)
WASHINGTON (dpa-AFX) - Eine Aufsichtsbehörde des US-Verteidigungsministeriums hat in einem ersten offiziellen Bericht an den Kongress MunitionsengpĂ€sse infolge des Iran-Kriegs eingerĂ€umt. Der Munitionsverbrauch im Rahmen der "Operation Epic Fury" (auf Deutsch etwa: "Operation Epische Wut") habe "strategische BestandslĂŒcken" verursacht und "EngpĂ€sse in der RĂŒstungsindustrie bei der Nachschubversorgung offenbart", hieĂ es in dem am Montag (Ortszeit) erschienenen Bericht.
Um diese EngpÀsse zu verringern, arbeite das Verteidigungsministerium daran, Beschaffungsprozesse und Produktionsvorlaufzeiten zu straffen und kritische Materialien, Komponenten und ausgewÀhlte Munition einzulagern, "um im Notfall schnell reagieren zu können", hieà es. Verfasst wurde der Bericht von der Generalinspektion des Pentagons, einer unabhÀngigen Behörde innerhalb des Ministeriums. Er deckt den Zeitraum vom 1. April bis 30. Juni ab.
Etliche Milliarden Dollar allein fĂŒr Munition
Dem Bericht zufolge schĂ€tzt das Verteidigungsministerium die Kosten des Einsatzes bis Ende Juni auf 33,4 Milliarden US-Dollar (rund 28,9 Milliarden Euro). Verbrauchte Munition ist mit ĂŒber 22 Milliarden Dollar der mit Abstand gröĂte Posten. Laut einer SchĂ€tzung des HaushaltsbĂŒros des US-Kongresses (Congressional Budget Office), das Analysen erstellt, waren es bis zum 1. August rund 38 Milliarden Dollar (rund 33 Milliarden Euro). Mit jedem weiteren Monat - vorausgesetzt, das Einsatzniveau sei wie im Mai und Juni - kommen demnach geschĂ€tzt 2 Milliarden Dollar hinzu.
Ăber schwindende VorrĂ€te hatten zuvor unter anderem der US-Sender CNN und die Zeitung "Washington Post" berichtet und sich dabei auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen berufen. Allen voran gehe es dabei um weitreichende Marschflugkörper vom Typ Tomahawk und Patriot-Abfangraketen, die auch die Ukraine derzeit dringend benötigt. NĂ€here Angaben zu diesen Waffen gingen aus dem Bericht nicht hervor.
Trump droht nach Berichten zu MunitionsvorrÀten mit Haftstrafen
Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte Berichte ĂŒber Munitionsknappheit wiederholt zurĂŒckgewiesen. Auch US-PrĂ€sident Donald Trump war solchen Berichten immer wieder entgegengetreten und hatte Menschen, die diese verbreiten, mit langen Haftstrafen gedroht. Am Montag schrieb er auf seiner Plattform Truth Social, die USA produzierten mehr Waffen "als jemals zuvor in unserer Geschichte". Diese wĂŒrden tĂ€glich an die StreitkrĂ€fte im Nahen Osten und darĂŒber hinaus geliefert.
