Trump, Lockerung

Trump verteidigt Lockerung von Öl-Sanktionen gegen Russland

15.03.2026 - 07:39:41 | dpa.de

US-PrÀsident Donald Trump hat die Lockerung von Sanktionen seiner Regierung gegen Russland infolge des Iran-Kriegs gerechtfertigt.

"Ich will Öl fĂŒr die Welt haben", sagte Trump dem Sender NBC News auf die Frage zu seiner Entscheidung, angesichts der steigenden Energiepreise KaufbeschrĂ€nkungen zu lockern.

Zur UnterstĂŒtzung der Ukraine in ihrem seit mehr als vier Jahren andauernden Abwehrkampf gegen Russlands Invasion waren beispiellose Sanktionen gegen Moskau verhĂ€ngt worden. Doch vor wenigen Tagen teilte US-Finanzminister Scott Bessent mit, dass russisches Öl, das sich bereits auf Schiffen befinde, vorerst doch wieder straflos verkauft werden dĂŒrfe. Ziel sei, das Angebot auf dem Weltmarkt zu verbessern, nachdem die Ölpreise infolge des Iran-Kriegs drastisch gestiegen waren. Die befristete Ausnahme von US-Sanktionen soll bis 11. April gelten.

Deutschland und andere UnterstĂŒtzer der Ukraine hatten die Entscheidung massiv kritisiert und darauf verwiesen, dass der Druck auf Russland aufrechterhalten werden mĂŒsse, um den Krieg zu beenden.

Trump hingegen warf dem ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj in dem NBC-Interview erneut vor, ein grĂ¶ĂŸeres Hindernis fĂŒr ein mögliches Ende des Krieges zu sein als Kremlchef Wladimir Putin. "Ich bin ĂŒberrascht, dass Selenskyj kein Abkommen schließen will. Sagen Sie Selenskyj, er soll ein Abkommen schließen, denn Putin ist dazu bereit", sagte Trump in dem NBC-Interview. "Mit Selenskyj ist es weitaus schwieriger, eine Einigung zu erzielen."

"Der Letzte, von dem wir Hilfe brauchen, ist Selenskyj"

Selenskyj hatte den US-StreitkrĂ€ften und ihren VerbĂŒndeten im Nahen Osten Anfang MĂ€rz seine Hilfe beim Abfangen iranischer Drohnen angeboten, da die Ukrainer in vier Kriegsjahren reichlich Erfahrung damit gesammelt haben. Dazu sagte Trump: "Wir brauchen keine Hilfe." Und: "Der Letzte, von dem wir Hilfe brauchen, ist Selenskyj." Der ukrainische PrĂ€sident hatte gesagt, LĂ€nder im Nahen Osten hĂ€tten um Erfahrungsaustausch beim Abfangen iranischer Drohnen gebeten. Deshalb seien Expertenteams in drei LĂ€nder entsandt worden.

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