Trump, Fed-Chef-Nominierung

Trump: Fed-Chef-Nominierung wegen Hoffnung auf Zinssenkung

04.02.2026 - 21:14:55 | dpa.de

US-PrĂ€sident Donald Trump hat nach eigenen Worten Kevin Warsh wegen der Aussicht auf Zinssenkungen fĂŒr den Chefposten der US-Notenbank nominiert.

Er hĂ€tte den frĂŒheren Gouverneur der Federal Reserve nicht fĂŒr das Amt vorgeschlagen, wenn dieser Zinserhöhungen angekĂŒndigt hĂ€tte, sagte Trump in einem Interview des US-Senders NBC News. Er denke, dass Warsh verstanden hĂ€tte, dass sich Trump eine lockerere Geldpolitik wĂŒnsche.

Der PrĂ€sident hatte Warsh als Nachfolger fĂŒr den derzeitigen US-Notenbank-Chef Jerome Powell vorgeschlagen - der US-Senat muss seinen Kandidaten als kĂŒnftigen Chef der Federal Reserve (Fed) aber noch bestĂ€tigen. Powells Amtszeit als wichtigster Notenbanker der Welt endet regulĂ€r im Mai. Kritiker befĂŒrchten, dass die UnabhĂ€ngigkeit der Notenbank mit Warsh an der Spitze wackelt. Trump will niedrigere Zinsen, ihm ist das derzeitige Zinsniveau von 3,5 bis 3,75 Prozent trotz langsamer Senkungen zu hoch.

Anders als von Trump regelmĂ€ĂŸig verkĂŒrzt dargestellt, entscheidet der Fed-Chef nicht allein ĂŒber den Leitzins. Stattdessen tagt der zwölfköpfige Zentralbankrat in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden und stimmt dann ĂŒber den weiteren geldpolitischen Kurs ab. Neben den sieben sogenannten Gouverneuren der Notenbank gehören dem Gremium fĂŒnf RegionalbankprĂ€sidenten an. Unter den fĂŒnf ReprĂ€sentanten der regionalen Notenbanken ist der Fed-PrĂ€sident von New York ein stĂ€ndiges Mitglied - die vier anderen wechseln jĂ€hrlich.

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