Trump, Protestierende

Trump attackiert Protestierende gegen ICE: Bezahlte Leute

27.05.2026 - 22:37:12 | dpa.de

US-PrÀsident Donald Trump hat Protestierende vor einer Abschiebeeinrichtung der umstrittenen Behörde ICE bei New York heftig attackiert.

In seiner Kabinettsitzung im Weißen Haus unterstellte Trump den Protestierenden, bezahlt zu werden. Diese Leute seien "fake", sagte der Republikaner, ohne konkrete Beweise vorzulegen. Man sehe es an den Schildern, die laut Trump alle in derselben Druckerei hergestellt wĂŒrden.

Auch am Mittwoch setzten Menschen den bereits seit Tagen andauernden Protest vor dem AbschiebegefĂ€ngnis in der Stadt Newark fort. Mit Schildern und Protestrufen forderten sie unter anderem die Schließung der Einrichtung. Sie werfen ICE etwa vor, die dort Inhaftierten nicht ausreichend mit Essen zu versorgen und Zugang zu medizinischer Versorgung zu verwehren.

Berichte von AnwĂ€lten und Aktivisten ĂŒber einen Hungerstreik von Insassen bezeichnete das Heimatschutzministerium auf der Plattform X als Falschbehauptung. Vor dem GebĂ€ude kam es zu ZusammenstĂ¶ĂŸen zwischen EinsatzkrĂ€ften und Demonstrierenden, wie auf Videos zu sehen war.

Heimatschutzminister: AbschiebegefÀngnis ist kein "Holiday Inn"

US-Heimatschutzminister Markwayne Mullin erklĂ€rte im Weißen Haus, dass "nur eine Handvoll Personen die Nahrungsaufnahme verweigert" habe, und auf traditionelle Speisen bestanden habe. "Sie können zurĂŒck in ihr Land gehen und essen, was sie wollen", ergĂ€nzte Mullin. Das AbschiebegefĂ€ngnis sei kein "Holiday Inn".

Mit den neuen Protesten rĂŒckt die umstrittene Migrationsbehörde ICE wieder stĂ€rker in den Fokus. Trump verfolgt in seiner zweiten Amtszeit eine rigorose Abschiebepolitik. Dazu gehören auch berĂŒchtigte Razzien von teils maskierten ICE-Beamten gegen Migranten in vorwiegend demokratisch regierten StĂ€dten.

Vielerorts machte sich Protest gegen diese Vorgehensweise breit. Trump ruderte vor Monaten deutlich bei ICE-EinsĂ€tzen zurĂŒck, nachdem zwei US-Amerikaner in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota durch SchĂŒsse von Bundesbeamten getötet worden waren.

Einsatz gegen Protestierende mit Pfefferspray

Vor dem Zentrum in der Stadt Newark nahe der Millionenmetropole New York, in dem derzeit rund 300 Menschen festgehalten werden, protestieren schon seit Tagen Dutzende Menschen. Bei ZusammenstĂ¶ĂŸen benutzten die EinsatzkrĂ€fte nach Angaben der Demonstranten auch Pfefferspray und Schlagstöcke.

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