Trump, Gaza-Krieg

Trump bespricht Gaza-Krieg mit Staatschefs aus Nahost

24.09.2025 - 12:04:11

US-PrĂ€sident Donald Trump hat sich am Rande der UN-Generaldebatte mit Staats- und Regierungschefs aus dem Nahen Osten ĂŒber den Gaza-Krieg beraten.

Die Diskussion am Dienstag habe sich um Wege zu einer Waffenruhe und die Freilassung aller Geiseln und Gefangenen gedreht, berichtete die emiratische Staatsagentur WAM heute. Demnach nahmen unter anderem Katars Emir Tamim bin Hamad Al Thani, Jordaniens König Abdullah II., der tĂŒrkische PrĂ€sident Recep Tayyip Erdogan und der saudische Außenminister Faisal bin Farhan teil.

Es sei ein "sehr gutes, erfolgreiches Treffen" gewesen, sagte Trump anschließend, wie mehrere Medien berichteten. "Alle großen Player außer Israel" seien dabei gewesen und ein Treffen mit der israelischen Seite sei als NĂ€chstes geplant. "Ich denke, wir können bei Gaza eine Lösung finden", sagte Trump. Er will Israels MinisterprĂ€sident Benjamin Netanjahu kommenden Montag im Weißen Haus empfangen.

Nach Informationen der US-Nachrichtenseite Axios suchen die USA derzeit UnterstĂŒtzung fĂŒr einen Plan, der die Zeit nach einem Kriegsende in Gaza regeln soll. Arabische und muslimische LĂ€nder sollten demnach Truppen zur Stabilisierung des Gazastreifens schicken, um dort das israelische MilitĂ€r nach einem Abzug zu ersetzen. Teil des Plans soll auch eine Übergangsphase und dann ein Wiederaufbau des weitgehend zerstörten Gebiets sein. Offiziell bestĂ€tigt ist das nicht.

GesprĂ€che ĂŒber "Tag danach", Kriegsende aber nicht greifbar

Eine Waffenruhe oder gar ein Ende der KÀmpfe zwischen Israel und der islamistischen Hamas in Gaza scheinen derzeit in weiter Ferne. In vergangenen Monaten waren verschiedene VorschlÀge im GesprÀch zur Frage, wie das Gebiet nach einem möglichen Kriegsende gesichert und verwaltet werden soll. Die arabischen LÀnder hatten dazu im MÀrz einen Plan vorgelegt, diesen lehnen die USA und Israel aber ab.

Trump hatte zuvor die Idee ins Spiel gebracht, die Kontrolle ĂŒber das Gebiet zu ĂŒbernehmen und die palĂ€stinensische Bevölkerung in DrittlĂ€nder umzusiedeln, um Gaza in eine "Riviera des Nahen Ostens" zu verwandeln. Der Vorschlag stieß auf heftige Kritik. PalĂ€stinensische Vertreter drĂ€ngen auf einen Wiederaufbau des Gazastreifens unter eigener Verwaltung. Israel will im Gazastreifen die Hamas zerschlagen und strebt die Einrichtung einer alternativen Zivilverwaltung an, die Israel nicht bedroht.

@ dpa.de