Trump dementiert 20-Milliarden-Schutzschirm fĂŒr Ungarn
09.12.2025 - 20:37:04"Nein, ich habe ihm das nicht versprochen, aber er hat sicherlich danach gefragt", sagte er im Interview des Nachrichtenportals "Politico".
Mitte November hatte der ungarische Regierungschef Viktor Orban seiner Delegation nach einem Besuch im WeiĂen Haus gesagt, dass sein Land nun im Falle eines "spekulativen oder politischen Angriffs" aus dem Ausland auf "einen amerikanischen Finanzschutzschild zĂ€hlen" könne, wie regierungsnahe ungarische Medien damals berichteten. Er fĂŒgte hinzu: "So plane ich die Zukunft. Guten Morgen, BrĂŒssel!" - in Anspielung auf die hohen Summen, die die EU wegen rechtsstaatlicher MĂ€ngel nicht an Ungarn auszahlt.
Tage spĂ€ter nannte Orban im Interview mit dem ungarischen TV-Sender ATV auch die Summen, die er aus den USA erhoffe. Auf die Frage des Reporters, ob es eine Obergrenze fĂŒr diese Summe gebe, sagte Orban: "Es gibt keine (Obergrenze), aber man braucht nicht viel Fantasie, um das herauszufinden, und der Betrag, den wir fĂŒr StabilitĂ€t benötigen, betrĂ€gt 10-20 Milliarden Dollar oder Euro, was aus amerikanischer Sicht kein signifikanter Betrag ist."
Trump warb im "Politico"-Interview um VerstĂ€ndnis fĂŒr die Situation Ungarns: So habe das Land keinen Zugang zum Meer, Schiffe mit Energieimporten könnten daher nicht anlanden. Zuvor hatte Trump dem EU-Staat ein weiteres Jahr lang Energieimporte aus Russland erlaubt - trotz US-Sanktionen, die eigentlich wegen des Ukraine-Krieges in Kraft getreten waren.
Ungarns AuĂenminister Peter Szijjarto verneinte, dass Orban eine derartige Vereinbarung mit den USA bekanntgegeben habe: "Ich war bei dem Treffen zwischen Donald Trump und Viktor Orban dabei, bei dem tatsĂ€chlich keine Vereinbarung ĂŒber 20 Milliarden Dollar getroffen wurde, wie es auch niemand behauptet hat", schrieb der Minister bei Facebook. Es seien dabei lediglich GesprĂ€che ĂŒber "eine neue Art der finanziellen Zusammenarbeit" vereinbart worden, die fĂŒr Ungarn finanziellen Schutz bieten könnten.

