Trump: Russland-Sanktionen nur bei Nato-Zöllen gegen China
14.09.2025 - 13:13:08"Ich bin bereit, wesentliche Sanktionen gegen Russland zu verhĂ€ngen, wenn alle Nato-LĂ€nder sich einigen und beginnen, das Gleiche zu tun und wenn alle Nato-LĂ€nder aufhören, Ăl von Russland zu kaufen", schrieb Trump auf seiner Online-Nachrichtenplattform Truth Social. Dies helfe, diesen "tödlichen, aber lĂ€cherlichen Krieg" zu beenden - zusammen damit, dass die Nato geschlossen Zölle von 50 Prozent bis 100 Prozent auf Importe aus China erhebt. Diese wĂŒrden dann aufgehoben, wenn der Krieg zwischen Russland und Ukraine ende. China habe groĂe Macht in Bezug auf Russland und diese Zölle wĂŒrden diese Kontrolle aufbrechen, meinte der PrĂ€sident.
Trump soll schon mehrfach europĂ€ischen LĂ€ndern ihre ĂlgeschĂ€fte mit Russland vorgehalten haben. Vor rund zwei Wochen soll der Republikaner laut mehreren Medien in einem Telefonat gefordert haben, die ĂlgeschĂ€fte zu beenden, weil Russland damit seinen Krieg gegen die Ukraine finanziere. Zudem soll er Druck der LĂ€nder auf China gefordert haben.
Die EU hat die Einfuhr russischen Ăls zwar weitgehend verboten, lĂ€sst aber fĂŒr Ungarn und die Slowakei Ausnahmen zu.
Macron sprach sich bereits fĂŒr koordinierte Sanktionen aus
Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron hatte erklĂ€rt, dass Trump zurecht darĂŒber empört sei, dass die beiden EU-Mitgliedstaaten weiter russisches Ăl kaufen. Es sei gut, dass die USA und Europa ihre Sanktionen gegen Russland kĂŒnftig noch enger koordinieren wollten, auch um dieser Praxis ein Ende zu setzen.
Macron sagte, die EuropĂ€er hĂ€tten bei den Beratungen mit den USA auch vereinbart, Sanktionen gegen LĂ€nder zu prĂŒfen, die die russische Wirtschaft unterstĂŒtzen oder dabei helfen, die Sanktionen zu umgehen. In diesem Zusammenhang sei auch China erwĂ€hnt worden.
Nach EU-Angaben sind die ĂlgeschĂ€fte Europas mit Russland in den vergangenen Jahren stark zurĂŒckgegangen. Völlig eingestellt sind sie nicht.
Die EU hatte nach Moskaus Angriff auf die Ukraine 2022 weitgehende Einfuhrverbote gegen russische EnergietrĂ€ger wie Kohle und Ăl verhĂ€ngt. Diese erstrecken sich aber nicht auf Erdöl, das ĂŒber Pipelines transportiert wird. Die russische Erdölpipeline Druschba transportiert weiterhin Ăl in Richtung Ungarn und Slowakei.

