Trump klagt wegen Steuerdaten-Leaks
30.01.2026 - 08:21:58Sie fordern mindestens 10 Milliarden Dollar Schadenersatz (etwa 8,4 Milliarden Euro), wie aus der am Donnerstag (Ortszeit) bei einem Gericht im Bundesstaat Florida eingereichten Klage hervorgeht. Trump habe die Klage als Privatperson eingereicht, heiĂt es darin.
In der Klage wird einem damaligen Mitarbeiter der Bundessteuerbehörde (Internal Revenue Service, IRS) - sie untersteht dem US-Finanzministerium - vorgeworfen, sich wĂ€hrend Trumps erster Amtszeit (2017-2021) unrechtmĂ€Ăig Zugang zu Steuerdaten der Trump Organization verschafft und diese an "linksgerichtete Medien" weitergegeben zu haben.
Steuerleck fĂŒhrte zu kritischen Artikeln ĂŒber Trump
Als Folge des Lecks seien verschiedene Artikel in der "New York Times" und anderen Medien erschienen, mit Informationen, ob und wann das Unternehmen Steuern gezahlt habe, heiĂt es in der Klage. Diese unrechtmĂ€Ăige Offenlegung vertraulicher SteuererklĂ€rungen sei entweder vorsĂ€tzlich oder grob fahrlĂ€ssig erfolgt.
Die "Washington Post" schreibt dazu, die Klage betreffe einen ehemaligen IRS-Mitarbeiter, der 2024 zu fĂŒnf Jahren Haft verurteilt worden sei, weil er die SteuererklĂ€rungen von Trump und Tausenden wohlhabenden US-Amerikanern gestohlen und sie dem Medium "ProPublica" sowie der "New York Times" zur VerfĂŒgung gestellt habe. "Es handelt sich um einen weiteren Fall, in dem Trump eine Klage ĂŒber einen hohen Geldbetrag gegen die von ihm geleitete Regierung eingereicht hat, wodurch er auf beiden Seiten des potenziellen Verhandlungstisches sitzt", so die Zeitung.
Die Trump Organization wird in der Klageschrift als der fĂŒhrende Entwickler einiger der wertvollsten und begehrtesten Luxusimmobilien der Welt bezeichnet, darunter FĂŒnf-Sterne-Luxushotels, Wohn- und GeschĂ€ftsgebĂ€ude sowie MeisterschaftsgolfplĂ€tze. Auch globale Immobiliendienstleistungen, Unterhaltung, Gastronomie, Einzelhandel und vieles mehr gehören demnach zum Unternehmensportfolio.

