Trump will neuen Namen fĂŒr Verteidigung: 'Kriegsministerium'
05.09.2025 - 06:14:35Der Republikaner plane, am Freitag eine entsprechende Verordnung zu unterschreiben, wie der dpa aus dem WeiĂen Haus nach entsprechenden Medienberichten bestĂ€tigt wurde.
Verteidigungsminister: "Krieger-Ethos" wiederbeleben
Der Schritt bahnte sich schon lĂ€nger an - Trump dachte immer mal wieder laut darĂŒber nach. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte diese Woche im TV-Sender "Fox News", man wolle einen "Krieger-Ethos" wiederbeleben und so nach auĂen hin abschrecken. Dies geschehe nicht, weil man Konflikte suche. Man wolle das Heimatland sicherer machen.
Der Name "Kriegsministerium" ist nicht neu. Laut "New York Times" wurde diese Bezeichnung bis kurz nach dem Zweiten Weltkrieg verwendet. 1789 waren nach US-Regierungsangaben der Name und das Ministerium entstanden. Die US-Zeitung schrieb mit Blick auf die ZustÀndigkeiten des Kongresses, dass unklar sei, ob der Name nach Trumps Anordnung sofort in Kraft treten werde.
Image des Friedensstifters?
Der US-PrĂ€sident arbeitet eigentlich daran, das Image des Friedensstifters zu vermitteln, der Kriege beendet. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Trump gerne den Friedensnobelpreis hĂ€tte. Er prĂ€sentierte in den vergangenen Monaten mehrere Friedensabkommen unter der Vermittlerrolle der USA. Seine BemĂŒhungen um ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine brachten hingegen bislang keinen Durchbruch.
US-Regierungsmantra: Frieden durch StÀrke
Der Kurs der US-Regierung ist es zugleich, Frieden durch StĂ€rke und Dominanz zu erreichen. JĂŒngst hatte es mehrere MilitĂ€reinsĂ€tze gegeben. Im Juni hatten die USA an der Seite Israels in den Krieg gegen den Iran eingegriffen und iranische Atomanlagen bombardiert. Nach Trumps Befehl hatten US-MilitĂ€rflugzeuge bunkerbrechende Bomben abgeworfen. So sollten die AtomplĂ€ne des Landes geschwĂ€cht werden.
MilitÀr gegen Drogenkartelle und KriminalitÀt
Doch US-MilitĂ€r wird jĂŒngst auch in ganz anderen Kontexten eingesetzt. Vor Tagen gab es einen US-Schlag gegen ein aus Venezuela gestartetes Boot in der SĂŒdkaribik, auf dem Drogen transportiert worden sein sollen. Trump postete auf seiner Plattform Truth Social ein Video des Angriffs mit elf Toten, das wie eine Abschreckung wirkte. Die USA wollen verhindern, dass das Land mit Drogen ĂŒberschwemmt wird.
Zudem sieht man aktuell in der US-Hauptstadt MilitĂ€r auf den StraĂen. Trump hatte vor Wochen die Nationalgarde aktiviert - wegen angeblich ausufernder KriminalitĂ€t. Der Republikaner bezeichnete Washington als "Rattenloch". Bereits vor Monaten hatte er Soldaten nach Los Angeles beordert, damit diese Proteste auf den StraĂen gegen Abschiebe-Razzien unterbinden.

