Valneva Aktie: Instituto Butantan darf 500.000 Dosen produzieren
13.05.2026 - 09:26:46 | boerse-global.deValneva erhält in Brasilien den nächsten wichtigen Zugang für seinen Chikungunya-Impfstoff. Die Gesundheitsbehörde ANVISA erlaubt dem Instituto Butantan nun die lokale Herstellung. Für den Impfstoff IXCHIQ öffnet das eine Tür, die weit über einen normalen Zulassungsschritt hinausgeht.
Brasilien wird wichtiger Produktionsstandort
ANVISA erteilte die Erlaubnis am 4. Mai 2026. Bereits im April 2025 hatte Brasilien den Impfstoff zugelassen, damals aber nur für Ware aus Valnevas ausländischen Werken. Jetzt darf Butantan in Brasilien selbst produzieren.
Das ist operativ wichtig. Lokal formulierte und verpackte Dosen können im Land genutzt werden. Damit rückt auch eine breitere Nutzung im staatlichen Gesundheitssystem SUS näher.
Der Bedarf ist real. Chikungunya traf im vergangenen Jahr weltweit rund 620.000 Menschen. In Brasilien meldete das Gesundheitsministerium mehr als 127.000 Fälle und 125 Todesfälle.
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Seit Februar 2026 läuft bereits ein Pilotprogramm im SUS. Es richtet sich an Gemeinden mit hoher Krankheitslast. Rund 23.000 Menschen erhielten dort bisher eine Dosis.
Valneva und Butantan hatten dem brasilianischen Gesundheitsministerium bis zu 500.000 Dosen zugesagt. Genau diese Nähe zum öffentlichen System macht den Schritt für Valneva so relevant.
Brasilien gegen US-Rückschlag
Der Fortschritt in Lateinamerika kommt zur rechten Zeit. In den USA hatte Valneva im Januar 2026 entschieden, die Anträge für IXCHIQ freiwillig zurückzuziehen. Zuvor hatte die FDA im August 2025 die Lizenz ausgesetzt.
Damit klaffen die Regionen auseinander. In Europa und Kanada ist IXCHIQ für Menschen ab 12 Jahren zugelassen. In Großbritannien und Brasilien gilt die Zulassung für Erwachsene von 18 bis 59 Jahren.
An der Börse bleibt das Bild angespannt. Die Aktie schloss am Dienstag bei 2,56 Euro und liegt seit Jahresbeginn rund ein Drittel im Minus. Auf Wochensicht steht zwar ein Plus von gut 10 Prozent, die Erholung startet aber von niedrigem Niveau.
Lyme-Impfstoff bleibt der Hebel
Neben Chikungunya schaut der Markt auf den Lyme-Impfstoff, den Valneva mit Pfizer entwickelt. In der Phase-3-Studie VALOR sank die Rate bestätigter Lyme-Erkrankungen ab 28 Tagen nach der vierten Dosis um 73,2 Prozent gegenüber Placebo.
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Die Studie sammelte weniger Krankheitsfälle als erwartet. Das vorab festgelegte statistische Ziel wurde in der ersten Analyse nicht erreicht. Pfizer verweist dennoch auf klinisch relevante Wirksamkeit und plant Zulassungsanträge.
Valnevas Vorstand erwartet diese Einreichungen in der zweiten Jahreshälfte 2026. Das dürfte spannend werden, weil dieser Impfstoff für die Bewertung deutlich mehr Gewicht hat als der aktuelle Brasilien-Schritt.
Am heutigen Mittwoch legt Valneva seine Zahlen zum ersten Quartal vor und gibt ein Geschäftsupdate. Für 2026 peilt der Konzern Produktumsätze von 145 bis 160 Millionen Euro an. Brasilien liefert nun einen konkreten operativen Fortschritt, während der größere Kurstreiber weiter beim Lyme-Programm liegt.
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