VerbÀnde fordern Nachbesserungen beim Pressekartellrecht
Veröffentlicht am: 17.07.2026 um 13:36 Uhr | dpa, AD HOC NEWSMan fordere Nachbesserungen an der geplanten 12. Novelle des Gesetzes gegen WettbewerbsbeschrĂ€nkungen (GWB), teilten der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) sowie der Medienverband der freien Presse (MVFP) mit. Die vorgesehenen Ănderungen wĂŒrden den Herausforderungen der Branche im digitalen Wettbewerb nicht ausreichend Rechnung tragen.
Der Gesetzentwurf, den das Bundeskabinett auf den Weg gebracht hat, sieht bereits Erleichterungen fĂŒr die wirtschaftliche Zusammenarbeit von Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen vor. Solche Kooperationen sollen kĂŒnftig leichter möglich sein, wenn sie der StĂ€rkung der wirtschaftlichen Basis im Wettbewerb mit anderen Medienangeboten dienen. Redaktionen bleiben davon ausgenommen.
Digitaler Medienmarkt zu wenig im Blick
Nach Ansicht von BDZV und MVFP geht die geplante Reform jedoch nicht weit genug. Die VerbĂ€nde argumentieren, Verlage konkurrierten lĂ€ngst nicht mehr nur mit anderen regionalen Zeitungen oder Zeitschriften, sondern auch mit groĂen internationalen Internetplattformen und Technologiekonzernen. Die geplanten Regelungen stellten weiterhin zu stark auf regionale MĂ€rkte ab und wĂŒrden den verĂ€nderten Wettbewerbsbedingungen im digitalen Medienmarkt nicht ausreichend gerecht.
Die VerbĂ€nde sprechen sich deshalb fĂŒr eine Modernisierung des Pressekartellrechts aus. Verlage mĂŒssten leichter zusammenarbeiten können, wenn dies dazu beitrage, journalistische Angebote wirtschaftlich zu sichern. Die vorgesehenen Ausnahmen vom Kartellverbot gingen aus ihrer Sicht nicht weit genug.
